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Wieder Randale auf dem Burgberg

Die Gemeinde hat Anzeige bei der Polizei erstattet. Zum zweiten Mal wurde die Informationstafel zerstört.

Von Sylvia Mende

Das kann doch nicht wahr sein. Die Mädchen und Jungen des Hortes der Kita „Waldspatzen“ sind traurig und entsetzt. Die Informationstafel, die das archäologische Denkmal auf dem Burgberg erklärt, ist zerstört worden. Wahrscheinlich geht sie nicht mehr zu reparieren, weil auch der Rahmen kaputt ist. Das zumindest nimmt Dr. Michael Strobel, Gebietsreferent des Landesamtes für Archäologie an. „Wir wissen nicht, wie wir den Schaden ersetzen können, da das Landesamt für solche Fälle nicht versichert ist. Das so etwas passiert, ist sehr ärgerlich“, meinte er.

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Die Zschaitzer Hortkinder sind sauer, weil sie das archäologische Denkmal sozusagen adoptiert haben. Im vergangenen Jahr hatten sie mit ihrer Idee zum Programm „Pegasus – Schulen adoptieren Denkmale“ überzeugt und bekamen für die Umsetzung 500 Euro. Mit diesem Geld sollen neue Wegweiser aufgestellt werden. „Die Buntstifte mit der Beschilderung sind schon fertig. In den Ferien sollen sie aufgestellt werden“, sagte die Leiterin der Kindertagesstätte Ina Beier. Mehrmals waren die Mädchen und Jungen in diesem Jahr schon auf dem Burgberg, um zu sehen, wie sich dort die Natur entfaltet und um Pflanzen zu sammeln. Diese werden gepresst und es entsteht ein Herbarium zur Pflanzenwelt auf dem Burgberg.

„Wer macht denn so etwas?“, fragten die Kinder. Denn der Schaden an der Informationstafel muss absichtlich herbeigeführt, eine oder mehrere Personen darauf herumgesprungen sein. Die Mitarbeiter des Bauamtes haben die Tafel erst einmal gesichert. Bürgermeister Immo Barkawitz (parteilos) hat bei der Polizei Anzeige erstattet. „Durch diesen Vandalismus leidet das Projekt der Kinder und uns als Gemeinde wird ein touristisches Ausflugsziel kaputtgemacht“, so der Bürgermeister. Bereits im Juli vergangenen Jahres wurde auf dem Berg randaliert. Möglichkeiten der Kontrolle sieht der Bürgermeister kaum. Er und auch die Gemeinderäte bitten die Bürger, aufmerksam zu sein. „Wir sind dankbar für Hinweise aus der Bevölkerung“, sagte Gemeinderat Jörg Fritzsche.