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Wieso der Steinsetzer auf Baustellen darf

Straßenbaumeister Klemens Burkhardt aus Gersdorf kann trotz aller Corona-Einschränkungen arbeiten. Warum er Glück im Unglück hatte, erzählt er hier.

Klemens Burkhardt, Straßenbaumeister aus Gersdorf bei Görlitz.
Klemens Burkhardt, Straßenbaumeister aus Gersdorf bei Görlitz. © Gabriela Lachnit

Über das sonnige Frühlingswetter kann sich Klemens Burkhardt nur freuen. Der Straßenbaumeister aus Gersdorf bei Görlitz ist Handwerker. Der 58-Jährige setzt Pflaster, Treppen, Hochbeete und vieles mehr - alles aus Naturstein. Warum er jetzt Glück im Unglück hat, erzählt er hier:

"Das Frühlingswetter meint es in diesem Jahr gut mit uns, wir können draußen arbeiten. Das war in den 25 Jahren des Bestehens meines Steinsetzerbetriebes nicht immer so. Manchmal konnten wir in der kalten Jahreszeit ein Vierteljahr lang nichts tun. Denn unsere Arbeit ist witterungsabhängig.

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Zum Glück können wir jetzt trotz der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie arbeiten: Dank meiner Mitarbeiter und Dank der Bauherren. Das sind ausnahmslos Privatleute. Sie lassen uns auf ihre Baustellen. Mit den Abstandsregelungen haben wir kein Problem, allein schon wegen unserer Betriebsgröße. Wir sind zu viert. Immer zwei Kollegen arbeiten auf einer Baustelle. Und Hygienevorschriften sind für uns nicht neu, auch wenn wir sie derzeit noch strikter beachten.

Viele Menschen sind jetzt zu Hause und haben Zeit

Als es sich abzeichnete, dass es wegen der Pandemie zu erheblichen Einschränkungen kommen könnte, hat meine Frau Adelheid sofort für mehrere Baustellen das Material bestellt. Es wurde auch geliefert. Ein weiteres Mal Glück gehabt.

Viele Menschen sind jetzt wegen der Einschränkungen zu Hause und haben Zeit. Sie rufen bei mir wegen eines Auftrages an und hätten gern eine neue Treppe, die Terrasse umgestaltet oder ein Hochbeet angelegt. Das würde ich auch gern tun, aber dafür fehlen mir die Mitarbeiter. Ich suche händeringend um Verstärkung und würde gern jüngere Leute vom Fach einstellen.

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