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Wilhelmine setzt sich durch

Die Schule an der Zauckeroder Straße wird Wilhelmine Reichard heißen. Jetzt fehlt nur noch das Geld für den Neubau.

Von Christian Eissner

Freitals Ballonpionierin wird ihren Namen künftig einer Förderschule leihen. Auf seiner Sitzung am Montag beschloss der Kreistag Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, der Lernförderschule Freital am 20. September den Namen Wilhelmine Reichard zu geben. Der Landkreis ist Träger der Schule und plant für den Tag der Namensgebung einen Festakt.

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Für das Vorhaben gab es im Kreistag viel Zustimmung, auch die Schulkonferenz, die Sächsische Bildungsagentur und die Stadt Freital – sie hält die Markenrechte an „Wilhelmine Reichard“ – hatten sich zuvor positiv geäußert. „Der Schule den Namen Wilhelmine Reichard zu geben, hätte der achtfachen Mutter sicher gefallen“, schreibt die Dresdner Bildungsagentur in einer Stellungnahme. „Sie steht für Selbstbewusstsein, Durchsetzungsvermögen und Liebe zum Leben und zum Beruf.“ Wilhelmine Reichard (1788–1848) wohnte ab 1814 in Döhlen. Berühmt wurde sie durch ihre Fahrten im Gasballon, den ihr Mann Gottfried konstruierte.

Unterdessen plant der Landkreis weiter an der Sanierung und einem Erweiterungsbau für die Förderschule. Der Kreistag beauftragte das Dresdner Büro AWB Architekten, alle nötigen Unterlagen vorzubereiten, um beim Freistaat Sachsen einen Fördermittelantrag für den Schulbau zu stellen. Das Büro hatte zuvor den ausgelobten Architektenwettbewerb gewonnen (SZ berichtete). Für das Bauvorhaben, das parallel zum laufenden Schulbetrieb stattfinden soll, sind Kosten von insgesamt reichlich zehn Millionen Euro veranschlagt, ein Baubeginn steht noch nicht fest.

220 Kinder mit Lernschwierigkeiten aus Freital und Umgebung lernen derzeit an der Förderschule, die die Gebäude der einstigen Schiller-Mittelschule nutzt. Das ehemalige Haus 3 der Schillerschule soll saniert werden, abgerissen werden hingegen der Plattenbau vom Typ Dresden, ein weiteres Gebäude sowie die Turnhalle.