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Willkommen im Blaulichtviertel

Das Rote Kreuz zieht in einen neuen Stützpunkt in Döbeln um. Dort gibt es auch Platz für einen Garten. Und das ist praktisch.

Das ist ja kaum zu übersehen. Anja Pasch, Undine Gruner, Diana Vasic und Andrea Rausch von der Sozialstation des DRK an der Leisniger Straße.
Das ist ja kaum zu übersehen. Anja Pasch, Undine Gruner, Diana Vasic und Andrea Rausch von der Sozialstation des DRK an der Leisniger Straße. © Lutz Weidler

Döbeln. Es ist zu übersehen, dass das DRK in Döbeln ein neues Domizil bezogen hat. An dem Gebäudekomplex an der Leisniger Straße prangt überdimensional die Aufschrift „Deutsches Rotes Kreuz“. Vor etwa einem Jahr hatte der DRK Ortsverband Döbeln-Hainichen den Standort erworben. Es handelt sich dabei im Grunde um alte Wohnbaracken, die aber vom Vorbesitzer umfassend modernisiert worden waren.

 „Das ist eine gute Voraussetzung. Wir müssen sie auf unsere Bedürfnisse nur noch anpassen“, sagte Jörg Hirschel, der Geschäftsführer des DRK Döbeln-Hainichen. In dem Gebiet entsteht ein richtiges „Blaulichtviertel“. Dem neuen DRK Stützpunkt gegenüber ist das Brandschutztechnische Zentrum des Landkreises. Und am anderen Ende der Leisniger Straße lässt der Freistaat gerade das neue Polizeirevier in die Höhe ziehen.

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Neuer Standort für Kat-Schutz

Der Landkreis Mittelsachsen hat vor, die Rettungswache an der Mastener Straße zu sanieren. Dort ist unter anderem auch der Katastrophenschutz des DRK Döbeln-Hainichen untergebracht. Das sei der Hauptgrund gewesen, den Gebäudekomplex zu erwerben, sagte Hirschel. Dieser besteht im Wesentlichen aus zwei eingeschossigen Gebäuden. Eines davon ist eine Fahrzeughalle.

 „In der sind noch einige Dinge herzurichten. Durch Corona hat sich da einiges verzögert“, sagte Hirschel. Neben dem Katastrophenschutz zieht auch der DRK-Ortsverein mit in das neue Domizil ein. Es sei nicht einfach gewesen, ein brauchbares Objekt zu finden, sagte Hirschel. 

„Wir brauchten Platz und es musste auch finanzierbar sein.“ Wegen Corona hätten sich einige Pläne geändert. Im kommenden Jahr will das DRK seinen Stützpunkt bei einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vorstellen.

Beratungsstelle zieht um

Bis dahin ist noch einiges zu tun. Im vergangenen Jahr hatte der Kreisverband die Kontakt- und Beratungsstelle am Körnerplatz in Döbeln übernommen. Diese soll bis spätestens Oktober ebenfalls in die Räume an der Leisniger Straße mit einziehen.

 Die Bedingungen am neuen Standort hält Hirschel für günstig. In der Kontakt- und Beratungsstelle treffen sich einige Selbsthilfegruppen. Unter anderem für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die Tagesklinik von Bethanien sei nicht weit entfernt, was für die Betroffenen kurze Wege bedeutet. 

Die neuen Räume sind barrierefrei. Auch stehe jetzt ein Außengelände zur Verfügung. „Da gibt es die Möglichkeit, einen Garten und Hochbeete anzulegen“, sagte Hirschel. Einige Garagen, Stellplätze und Lagerboxen auf dem Grundstück seien auch an Privatleute und Handwerker vermietet.

Bessere Bedingungen für Sozialstation

Die Sozialstation des DRK ist auch an der Leisniger Straße untergekommen. Für die 15 Frauen, die in der ambulanten Pflege arbeiten, ergeben sich dadurch bessere Arbeitsbedingungen. „Wir haben jetzt mehr Räume und auch mehr Parkplätze“, sagte Andrea Rausch, die Leiterin der Sozialstation. Von der Leisniger Straße aus betreut das Rote Kreuz seine Klienten in Döbeln und den umliegenden Ortschaften.

Bisher war die Sozialstation im Haus Vyskover Straße 4 in Döbeln Nord untergebracht. Dort gab es nur ein Büro für alle Mitarbeiterinnen, sagte Andrea Rausch. Die offene Seniorenbetreuung bleibt aber in Döbeln Nord und zieht nicht zum neuen Standort um. 

Derzeit sei die Seniorenbetreuung in Gruppen nur sehr eingeschränkt möglich. Einige Patienten würden Einzelbetreuung erhalten mit basteln, spielen und Gedächtnistraining einmal in der Woche.

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