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Brot und Salz für Neu-Hirschfelder

Hirschfeldes Vize-Ortschef Alexander Sterz begrüßt Zugezogene jetzt mit einem Willkommens-Präsent. Auch örtliche Vereine sollen davon etwas haben.

Alexander Sterz (l.) begrüßt Familie Matuszek in Hirschfelde.
Alexander Sterz (l.) begrüßt Familie Matuszek in Hirschfelde. © Matthias Weber/photoweber.de

Es ist ein Brauch, zum Einzug in ein Haus oder eine Wohnung Brot und Salz zu schenken. Mit der Gabe wünscht man den Zugezogenen Sesshaftigkeit und Wohlstand. Auch in Hirschfelde bekommen Neubürger künftig Brot und Salz überreicht. Sie sollen damit in dem Zittauer Ortsteil willkommen geheißen werden. Die Idee zu der Aktion "Willkommen in Hirschfelde" hatte Alexander Sterz, der sich auch im Ortschaftsrat engagiert.

Neben dem Laib Brot und einem mit Salz gefüllten Tonschälchen überreicht er den Neu-Hirschfeldern eine Auflistung der örtlichen Vereine und eine Übersicht der wichtigsten Ämter in Zittau. "Wenn jemand in eine neue Gegend zieht, so ist es am Anfang oft nicht einfach, sich in das Dorfleben zu integrieren. Ich möchte den Neubürgern zur Seite stehen und ihnen dabei helfen, sich von Anfang an wohl und willkommen zu fühlen", erklärt Sterz sein Projekt. 

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Gleichzeitig sollen damit auch die Hirschfelder Vereine, von denen es immerhin gut zwei Dutzend gibt, unterstützt werden. "Ich glaube, dass hiesige Vereine damit auch einfacher zu neuen Mitgliedern kommen könnten", sagt Sterz. Für die Aktion konnte er Handwerker aus dem Ort als Sponsoren gewinnen.

Ein hilfreicher Tipp

Es ist ein hilfreicher Tipp, findet Familie Matuszek. Sie waren jetzt die Ersten, denen Alexander Sterz Brot und Salz sowie die Vereins- und Ämterlisten überreicht hat. Die kleine Familie wohnt seit einigen Monaten in Hirschfelde. Sie wohnten zuvor in Zittau und waren auf der Suche nach einer größeren Bleibe. Da sich in Zittau nichts Adäquates für passendes Geld fand, fingen sie an, nach Häusern zu suchen, die zum Verkauf angeboten werden. Im Internet wurden sie auf die frühere Glaserei am Hirschfelder Markt aufmerksam. Für das Objekt wurde seit eineinhalb Jahren ein Käufer gesucht. Matuszeks entschieden sich für das Haus - auch wegen seiner Größe. "Wenn wir uns was Eigenes zulegen, dann wollen wir nicht beengt leben", meint Claudia Matuszek. 

In dem Zittauer Ortsteil fühlten sie sich gleich willkommen. Wenn man Anschluss finden möchte, finde man auch Anschluss, steht für sie fest. Dass sie vom Vize-Ortschef persönlich willkommen geheißen werden, finden sie super. In Zittau waren sie im Herbst 2017 schon zum Neubürger-Empfang eingeladen.

Seine Aktion wollte Alexander Sterz eigentlich im März starten. Doch dann kam Corona und ein persönlicher Besuch bei den zugezogenen Hirschfeldern war nicht möglich. Nach den Corona-Lockerungen konnte er nun endlich starten.

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Zurzeit ist Alexander Sterz darauf angewiesen, selber zu schauen, wer neu in Hirschfelde ist. "Für die Zukunft wünsche ich mir, mit dem Einwohnermeldeamt einen Weg zu finden, dass mir automatisch weitergegeben wird, wenn neue Bürger diesen Willkommensgruß wünschen", sagt Sterz. Bis dahin muss er die Neu-Hirschfelder selber ausfindig machen. Acht Familien sind demnach in den zurückliegenden Wochen und Monaten nach Hirschfelde zugezogen. Sie sollen in Kürze das kleine Willkommens-Präsent überreicht bekommen. "Im August wird es den nächsten Zuzug geben, von dem ich weiß", sagt er.

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