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Wilsdruffer Lichterfest erweist sich einmal mehr als Publikumsmagnet

Persönlich, gemütlich, einladend – das Wilsdruffer Lichterfest ist mehr als ein Weihnachtsmarkt.

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Von Annett Heyse

Traditionell am ersten Advent laden die Wilsdruffer zu einem Weihnachtsmarkt der besonderen Art und auch gestern kamen wieder Tausende Gäste in die Stadt. Die Parkplätze am Stadtrand waren schnell überfüllt, manche nahmen weite Fußwege auf sich, um mit dabei zu sein. Keine Frage: Das Lichterfest hat sich herumgesprochen und warum, dürfte jedem schon nach den ersten Metern klar geworden sein. Dies ist kein gewöhnlicher Weihnachtsmarkt.

Natürlich gibt es auch in Wilsdruff Bratwurst, Glühwein, Schokoäpfel, Gulaschsuppe. In diesem Falle aber weniger von professionellen Händlern feilgeboten, sondern von einer Reihe tüchtiger Wilsdruffer selbst. Sie öffneten ihre Haustüren, stellten Tische und Bänke auf, feuerten den Grill an und tischten auf. Es ist das Persönliche, Familäre, Gemütliche, das herausragt.

Bei Thomas Meltzer beispielsweise, der in der Rosenstraße eine Pension betreibt und in den Hinterhof einlud. „Irgendwie muss man mitmachen“, sagten sich die Meltzers. Die Veranda wurde zum Stand umfunktioniert, Glühwein angewärmt, Kaffee gekocht, Frau Meltzer tafelte selbst gebackenen Rührkuchen auf. Inmitten des Hofes gab es auch noch ein wärmendes Feuer. „Wir verdienen hier nicht das große Geld, darum geht es auch nicht. Sondern es macht Spaß“, sagt der Hausherr.

Spaß machte es auch, den großen und kleinen Wilsdruffer Künstlern zuzusehen. Sie hatten ein abwechslungsreiches Kulturprogramm einstudiert, das es wieder auf einer großen Bühne auf dem Markplatz gab. Spätestes ab 17Uhr war das Stadtzentrum brechend voll, ein Durchkommen kaum noch möglich. Gemütlich blieb es trotzdem – bis zum Abschlussfeuerwerk.