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Windberg-Arena braucht sechs Millionen Euro

Nach langem Hin und Her liegt jetzt ein Konzept vor. Einen Finanzierungsplan gibt es aber noch nicht.

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Freital

Oberbürgermeister Klaus Mättig (CDU) hat eine Vision: Eine intakte Windberg-Arena mit vielen Sport- und Freizeitangeboten. Damit dies keine Utopie bleibt, wurde dem Rat jetzt ein neues Konzept vorgelegt. In einem ersten Konzept waren unter anderem Ideen wie ein Natur-erlebnis-Bereich enthalten, die den Stadträten einfach zu sehr auf Sand gebaut waren. Also wurde diese mögliche Nutzung gestrichen.

Im jetzigen Entwurf sind folgende Nutzungen geplant: Veranstaltungshalle, Modellbahnausstellung „Miniland Sachsen“, eine Kletterhalle sowie die Fortführung der bestehenden Melkus-Kartbahn und der Kleinkunstbühne. Das soll 115000 Gäste pro Jahr ins Haus bringen. Ziel ist es, bis zum Jahr 2010 mehr als 150000 Besucher zu erreichen. Allerdings hat das seinen Preis. Denn die Gesamtkosten für die Sanierung werden auf knapp 6,4 Millionen Euro geschätzt.

Oberste Priorität hat die Instandsetzung von Dach, Fassade und Außenanlagen, erläutert Mättig. Nur damit könnte eine voll funktionsfähige Sport- und Freizeithalle geschaffen werden. „Es geht um eine klare Aussage, wie die Instandsetzung erfolgen soll“, umreißt Mättig einen Hauptpunkt. Zwar sind darin die Kosten geschätzt. Wie sie aufgebracht werden sollen, steht jedoch nicht in dem Papier.

Mättig hofft auf Unterstützung

Über die Finanzen müsste Schritt für Schritt im Rahmen der mittelfristigen Finanzplanung entschieden werden. Für 2008 können 300000 Euro Investitionen geplant werden, die aus dem diesjährigen Haushalt übertragen werden. Doch allein die Dachsanierung kostet über zwei Millionen.

„Wenn wir uns so eine Halle leisten wollen, müssen wir davon ausgehen, dass sie immer ein Zuschussobjekt bleibt“, stellt der OB klar. „Die Windberg-Arena wird nie in den Bereich der schwarzen Zahlen kommen.“ Das sei aber bei den Freitaler Freibädern und dem Kulturhaus auch so. „Mittelfristig halte ich die Finanzierung aber für machbar. Ich bin optimistisch, dass die Stadt Freital die Finanzierung stemmen kann“, meint Mättig.

Er sei entschlossen, an der Windberg-Arena festzuhalten. „Ich bin für alle Anregungen dankbar“, zeigt sich Mättig moderat. Zwar könnte die CDU dank ihrer absoluten Mehrheit im Rat das Konzept durchboxen. „Mir wäre es aber am liebsten, es würde auf den breiten Schultern aller getragen.“

Peter Hilbert