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Windpark lädt kritische Anwohner zur Besichtigung ein

Die Windpark Mautitz GmbH feiert Donnerstag die Inbetriebnahme des Windparks nicht nur mit den am Bau beteiligten Firmen.

Von Jens Ostrowski

Alle Mautitzer Haushalte wurden in den letzten Tagen flächendeckend zur Eröffnung des nahe gelegenen Windparks eingeladen. Das bestätigte gestern der Betreiber Gerald Schweitzer der Sächsischen Zeitung. „Wir wollen den Tag nutzen, um mit den Anwohnern ins Gespräch zu kommen“, sagte er.

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Wie mehrfach berichtet, wurden im Windpark Mautitz im vergangenen Jahr die bisherigen fünf 70-Meter-Anlagen gegen vier Windkrafträder ersetzt, die bis zur Rotorspitze 185 Meter hoch sind. Zudem sollen – jedoch von einem anderen Betreiber – noch sieben weitere entstehen, die fast 200 Meter messen. Die Arbeiten dafür haben bereits begonnen.

Die Bürgerinitiative mit Anwohnern aus Mautitz, Bloßwitz und Grubnitz kämpft gegen diese Windkraft-Giganten. Sie fordern einen Mindestabstand von einem Kilometer zwischen Wohnbebauung und Windkrafträdern. Sie befürchten Ruhestörung, Schattenwurf und gesundheitsgefährdenden Infraschall auf die Barrikaden. Zumindest die ersten beiden Befürchtungen haben sich jetzt bewahrheitet, sagten Ziegers letzte Woche der SZ.

Die Windpark Mautitz GmbH wird am Donnerstag auch Experten haben, mit denen Anwohner über ihre Sorgen sprechen können. Und auch die Besichtigung einer Anlage sei dann möglich, sagte Gerald Schweitzer. Die Bitte einiger Gäste, auch eine Gondel hoch oben in der Windkraftanlage besichtigen zu können, müsse er aus Sicherheitsgründen aber ablehnen.