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Windräder bringen ab 2009 wieder Geld in kommunale Kassen

70 Prozent der Gewerbesteuer, die die Betreiber von Windkraftanlagen zahlen, stehen im nächsten Jahr jenen Gemeinden zu, auf deren Gemarkungen sich die Räder drehen. Das sieht das Jahressteuergesetz 2009 vor.

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70 Prozent der Gewerbesteuer, die die Betreiber von Windkraftanlagen zahlen, stehen im nächsten Jahr jenen Gemeinden zu, auf deren Gemarkungen sich die Räder drehen. Das sieht das Jahressteuergesetz 2009 vor. Es revidiert eine Entscheidung des Bundesfinanzhofes, wonach die Gewerbesteuer zu hundert Prozent dort zu zahlen ist, wo die Arbeitslöhne erwirtschaftet werden – in der Regel die Sitzgemeinde der Windkraftbetreiber.

Der neue Beschluss gibt Bischofswerda, Burkau und Demitz-Thumitz die Gewissheit, dass sie 2009 Gewerbesteuer aus den Windkraftanlagen einnehmen werden. Die Bau- und Umwelttechnik Gesellschaft für ökologisches Investment mbH & Co. Windwelt KG, die Anlagen in allen drei Kommunen betreibt, will noch einen Schritt weitergehen und Ostsachsen 90 Prozent der Steuer zukommen lassen. Geschäftsführer Jürgen Wrona: „Dort, wo sich die Anlagen befinden, soll es auch einen finanziellen Vorteil geben.“ Um dies zu ermöglichen, verlegte Windwelt seinen Betriebssitz. Die neue Sitzgemeinde Delbrück habe bereits zugestimmt. Jetzt liegen auch Bischofswerda, Burkau und Demitz die Vertragsentwürfe vor. Burkau nahm seit 2005 rund 80000 Euro Gewerbesteuer aus der Windkraft ein. Demitz bekam in diesem Jahr vorab 10000 Euro überwiesen, gab das Geld aber aufgrund des Urteils des Bundesfinanzhofes zurück. (SZ/ir)