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Winfried Stöcker gehört jetzt das City-Center

Der Kaufhaus-Investor will die beiden Gebäude verbinden. Oberbürgermeister Siegfried Deinege begrüßt das Vorhaben.

© Pawel Sosnowski/80studio.net

Von Matthias Klaus

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Görlitz. Was sich seit Längerem andeutet, nun ist es wahr geworden: Kaufhaus-Investor und Euro-Immunchef Winfried Stöcker hat das City-Center nebst angeschlossenem Parkhaus gekauft. Damit werden die Pläne, Kaufhaus und Center künftig zu verbinden, konkret. Wie hoch die Verkaufssumme ist, darüber wurde nichts bekannt. Bisheriger Center-Eigentümer war die Waldstadt Besitz GmbH.

Bereits Ende Oktober vergangenen Jahres hatte der Görlitzer Stadtrat den Weg für entsprechende Pläne geebnet. In einer Absichtserklärung beschlossen die Abgeordneten, die Straße zwischen den Gebäuden „An der Frauenkirche“ gegebenenfalls zu verkaufen. An dieser Stelle soll, so sehen es Pläne des Investors vor, ein Übergang zwischen den Gebäuden geschaffen werden. Mit dem Kaufhaus Görlitz und dem City-Center Frauentor zusammen entstehe im Zentrum von Görlitz ein Einkaufsmittelpunkt mit ansehnlicher Verkaufsfläche, hoher Anziehungskraft und positiven Effekten zur Belebung des innerstädtischen und weiteren Umfelds, so Stefanie Eggers, Pressesprecherin von Winfried Stöcker. Das Ziel des Kaufhaus-Teams sei es, „einen attraktiven, kundenfreundlichen und über die Grenzen hinaus wettbewerbsfähigen Mittelpunkt in Görlitz zu schaffen“, der den Einkaufswünschen der Kunden aus der Region sowie den Besuchern der Stadt Görlitz gerecht werde. Derweil geht auch ein weiteres Projekt Winfried Stöckers auf die Zielgerade: Das Modekaufhaus am Postplatz soll demnächst öffnen.

Die Verbindung zwischen dem Kaufhaus am Demianiplatz und dem City-Center werde jedenfalls „ein Herzstück“. „Der Wunsch der Kaufhaus-Görlitz-Planer ist es, den Übergang für die Kunden möglichst komfortabel zu gestalten, damit das Kaufhaus auf einer Ebene vom City-Center und den Parkplätzen aus zu erreichen ist“, so Stefanie Eggers.

Das City-Center werde durch die Baumaßnahmen um das Kaufhaus eine deutliche Aufwertung erfahren. Für die derzeitigen Mieter des Centers, zu denen die Sächsische Zeitung gehört, soll sich vorerst nichts ändern. „Management und Hausmeisterdienste bleiben“, sagt Centermanagerin Sandra Waschow.

Im Görlitzer Rathaus sieht man den Verkauf des Hauses positiv. „Professor Winfried Stöcker und sein Team haben mit dem Kauf des Kaufhauses und jetzt dem City-Center-Gebäude die Voraussetzungen für ein komplexes, ehrgeiziges und städtisch sehr attraktives Projekt geschaffen“, so Oberbürgermeister Siegfried Deinege. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sei intensiv, zielführend und von gegenseitigem Respekt geprägt gewesen. „Die Stadt Görlitz wird das Vorhaben weiterhin mit aller Kraft unterstützen“, so der Oberbürgermeister. Und weiter: „Ich habe regelmäßig mit Professor Stöcker und seinem Kaufhausteam Beratungstermine gehabt.“

Zuletzt habe es mit Rosemarie Pohlack von der obersten sächsischen Denkmalschutzbehörde, Bürgermeister Michael Wieler, Amtsleitern aus dem Rathaus, Winfried Stöcker und seinem Team einen Vor- Ort-Termin gegeben. „Dabei haben wir das Vorhaben in der Kombination von Kaufhaus- und City-Center-Gebäude durchgesprochen und sehr gute Ergebnisse und Lösungen erarbeitet“, so Siegfried Deinege. Das „Großprojekt in der Innenstadt“ gehe mit dem Kauf jetzt „in die Zielgerade der Umsetzung“, sagt er. „Ich freue mich schon auf den Eröffnungstermin“, so der Görlitzer Oberbürgermeister. „Damit die beiden Häuser sich aber zukünftig nicht nur ergänzen, sondern auch stilvoll zusammenwachsen, bedarf es einer Anpassung von Konzept und Bauplänen“, so Kaufhaus-Görlitz-Projektleiter Jürgen Friedel. „Mit dem Erwerb der City-Center- Immobilie sind wir freier bei der Gestaltung der Übergänge und können weitere hochwertige Verkaufsflächen schaffen“, schildert er. Auch in den Bereichen Logistik, Organisation, Technik und Hausmeisterdienste werden laut Jürgen Friedel zukünftig Synergien genutzt werden. „Mit der jetzigen Centermanagerin Sandra Waschow steht uns zudem eine erfahrene und kompetente Kraft zur Seite“, so Projektleiter Jürgen Friedel.

Während im Kaufhaus Görlitz vorwiegend ein hochwertiges und gehobenes Sortiment zum Shopping-Erlebnis einladen werde, solle dieses Angebot weitestgehend von den bereits existierenden Geschäften im City-Center flankiert werden, so Stefanie Eggers. „Kunden und Besucher können sich dann über den Komfort freuen, sowohl trockenen Fußes von einem Gebäude ins andere zu gelangen, als auch mit Taschen und Einkaufswagen direkt ins Parkhaus zu kommen“, so die Pressesprecherin.