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Winterdienst schiebt Sonderschicht

Strahlender Sonnenschein und relativ milde Temperaturen haben am Wochenende viele Dresdner ins Freie gelockt. So waren Hunderte zum Schlittenfahren an den zahlreichen städtischen Hügeln unterwegs. An der Elbe, in der Heide und im Schönfelder Hochland trafen sich die Langläufer.

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Von C. Schade und P. Hilbert

Strahlender Sonnenschein und relativ milde Temperaturen haben am Wochenende viele Dresdner ins Freie gelockt. So waren Hunderte zum Schlittenfahren an den zahlreichen städtischen Hügeln unterwegs. An der Elbe, in der Heide und im Schönfelder Hochland trafen sich die Langläufer.

Ein arbeitsreiches Wochenende gab es indes für die Mitarbeiter der Stadtreinigung und des Winterdienstes. Die Müllmänner legten am Sonnabend Sonderschichten ein. Sie fuhren noch um 22.30 Uhr durch Plauen. Festgefrorener Müll und durch den Schnee schwer erreichbare Tonnen ließen die Arbeiten nur mühsam vorankommen.

Bis nach 21 Uhr war am Sonntag der städtische Winterdienst unterwegs. „Tagsüber taut es bereits, nachts aber wird wieder mit Frost gerechnet“, sagte Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes. Um die Straßen nicht zu spiegelglatten Eisflächen werden zu lassen, waren das ganze Wochenende 40 Fahrzeuge und 50 Mitarbeiter im Einsatz. Sie streuten Haupt- und Nebenstraßen. Heute früh ging es ab drei Uhr weiter.

Ganz ohne Unfälle ging es auf den gestreuten Dresdner Straßen dennoch nicht ab. Allein am Sonnabend krachte es 37 Mal, teilt die Polizei mit.

Rettung aus der Elbe haben gestern Vormittag 22 Kameraden der Feuerwache Louisenstraße am Königsufer geübt. Gut verpackt in einen so genannten Überlebensanzug stieg ein Mann für die Übung über das Eis in den Fluss. Mit dem Eisschlitten drangen die Retter zügig zu ihm vor und bargen ihn. Binnen einer Stunde war die Übung beendet, berichtete Gert Rübesahm von der Rettungsleitstelle.

Die Rettungswagen mussten indes zu realen Einsätze ausrücken. Der Wintersport forderte seinen Tribut. Am Sonnabend mussten fünf Kinder und Erwachsene mit Knochenbrüchen in die Krankenhäuser eingeliefert werden.

Die Drewag-Monteure hingegen konnten sich am Wochenende von den anstrengenden Vortagen erholen. Schließlich mussten sie in der vergangenen Woche in 60 Fällen ausrücken, um eingefrorene Wasserzähler auszuwechseln, teilte Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann mit. „Am Wochenende war es aber ruhig“, sagte sie. Das war auch bei den Verkehrsbetrieben nicht anders, so Sprecher Falk Lösch. Aufgrund des nachlassenden Eisgangs fährt nun auch die Pillnitzer Autofähre wieder.