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Winterpause für Brummifahrer

Die Zahl der Arbeitslosen in der Oberlausitz ist im Januar deutlich gestiegen. Aber es gibt auch gute Nachrichten.

Von Tilo Berger

Der Winter hat im Januar nachgeholt, was er im Dezember versäumt hatte. Das gilt weniger für die Temperaturen, aber für den Arbeitsmarkt. Im vergangenen Monat verloren etwa 1 500 Leute mit Bauberufen, aus der Land- und Forstwirtschaft sowie aus dem Speditionsgewerbe ihre Arbeit. Außerdem liefen zum Jahreswechsel zahlreiche befristete Stellen aus. All das führte zu einem lange nicht mehr erlebten Andrang in den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur Bautzen. Als sie Ende Januar ihre Arbeitslosenzahlen summierten, kamen sie auf 28 733. Das waren 2 513 mehr als im Dezember 2015, im Vergleich zum Januar 2015 aber 3 620 weniger.

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Rückgang im Jahresvergleich

Dieser deutliche Rückgang im Jahresvergleich schlägt sich in der Arbeitslosenquote von 9,9 Prozent nieder. Zum ersten Mal seit 1991 startete die Oberlausitz einstellig in ein neues Jahr. „Damit hatte ich nicht gerechnet“, zeigte sich der Bautzener Arbeitsagenturchef Thomas Berndt positiv überrascht. Vor zwölf Monaten lag die Quote bei 11,1 Prozent. Für Arbeitsuchende hatte Berndt am Dienstag eine gute Nachricht: Noch nie in einem Januar seit 1991 gab es so viele offene Stellen. Aktuell können die Vermittler der Agentur auf 3 049 freie, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zurückgreifen. Allein 784 davon wurden im Januar gemeldet. Der stärkste Stellenzugang im Januar kam mit 309 neuen Meldungen aus dem Bereich der Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen. Dazu gehören neben der Zeitarbeit unter anderem auch Reisebüros, das Wach- und Sicherheitsgewerbe, Call Center oder Hausmeisterdienste. Das verarbeitende Gewerbe meldete im Januar einen Bedarf an 98 neuen Arbeitskräften. Im Gesundheits- und Sozialwesen bestand ein Bedarf an 70 neuen Leuten, und aus dem Handel wurden 57 Stellen gemeldet.

Freie Jobs im Sozialwesen

Im Bestand der 3 049 offenen Stellen bietet das verarbeitende Gewerbe die meisten Jobs. Dazu gehören zum Beispiel Lebensmittelherstellung, Metallverarbeitung, Maschinenbau und Kunststoffindustrie. Reichlich freie Jobs gibt es auch im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel und im Gastgewerbe, informierte Berndt.

Die Unterbeschäftigung lag im Januar bei 34 709 Personen. Als unterbeschäftigt gelten die offiziell gemeldeten Arbeitslosen ebenso wie alle Teilnehmer an Qualifizierungen und ähnlichen Maßnahmen.

Die Geschäftsstelle Niesky berichtete von 1 370 Arbeitslosen. Das waren 163 mehr als im Dezember, aber 256 weniger als vor einem Jahr. Wirtschaft