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Winterwetter lässt Autos rutschen

Erneuter Schneefall macht den Autofahrern zu schaffen. Nicht allein die Nutzer der Straßen leiden unter dem Wetter.

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Von Verena Weiß

Wer zum heutigen kalendarischen Frühlingsanfang an ein Ende des Winters glaubte, der ist längst eines Besseren belehrt worden. Erneuter Schneefall verwandelte gestern die Straßen in Rutschbahnen. Mancherorts waren sie sogar zugeweht. Aufs Glatteis begaben sich Autofahrer aber überall – mit Folgen, wie die Polizei informierte.

Auf der Strecke zwischen Dorfhain und Klingenberg wurde die Glätte einer 32-Jährigen zum Verhängnis. Die Frau kam mit ihrem Ford Focus von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Leitpfosten. Den entstandenen Sachschaden schätzte die Polizei auf 2 100 Euro.

Auf der Staatsstraße 174 zwischen Liebenau und der Autobahn 17 krachte es ebenfalls auf glatter Fahrbahn. Die 49-jährige Fahrerin eines Toyota geriet mit ihrem Auto ins Schleudern. Eine 42-jährige Fahrerin eines Ford Mondeo, die hinter dem Toyota fuhr, konnte nicht mehr ausweichen und krachte in den Toyota. Beide Fahrerinnen kamen mit dem Schrecken und einem Blechschaden von insgesamt 4 000 Euro davon.

Ein 24-Jähriger kam auf der Straße zwischen Grillenburg und Kurort Hartha am Montagabend mit seinem Peugeot von der Fahrbahn ab. Der Wagen rutschte eine Böschung hinunter und überschlug sich. Der junge Mann hatte Glück und blieb unverletzt. An seinem Auto entstand aber laut Polizei ein Sachschaden von rund 10 000 Euro.

Nicht nur Autofahrern machten Schnee und Glätte erneut zu schaffen. Auch die Busse des Regionalverkehrs Dresden waren gestern im Raum Freital mit bis zu 20 Minuten Verspätung unterwegs, wie Sprecherin Micaela Frister bestätigt.

Der erneute Schneefall hat auch die Straßenarbeiten für die Ortsumgehung Goppeln-Rippien ausgebremst. Wie Klaus-Peter Lechler, Niederlassungsleiter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, bestätigt, werde deshalb an der Baustelle pausiert. „Wir sind von der Witterung abhängig“, erklärt er, wann die Bauarbeiten weitergehen, sei noch nicht absehbar. Die eingerichtete Vollsperrung an der Horkenstraße, die mit dem Baustart erfolgte, soll aber vorerst bestehenbleiben. Eine Umleitung über die Windbergstraße ist ausgeschildert.

Zu spät kommt der Baustart ohnehin: Eigentlich sollten die Bagger nach der Winterpause schon seit Anfang März wieder über das Baufeld rollen. Doch wegen Eis und Schnee musste der Baustart immer wieder verschoben werden. Am geplanten Termin für die Fertigstellung der 3,7 Kilometer langen Trasse hält man im Straßenbauamt dennoch fest: Am 23. August soll der Autobahnzubringer fertig sein und der Verkehr über die neue, knapp zehn Millionen Euro teure Trasse rollen.