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Winzer erhalten jetzt einen Karteibescheid

Landkreis/Chemnitz. Winzer, Vermarkter und Verarbeiter müssen Veränderungen umgehend melden. Darüber informiert das dafür zuständige Regierungspräsidium in Chemnitz. Von dort werden derzeit die Bescheide...

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Landkreis/Chemnitz. Winzer, Vermarkter und Verarbeiter müssen Veränderungen umgehend melden. Darüber informiert das dafür zuständige Regierungspräsidium in Chemnitz. Von dort werden derzeit die Bescheide für die Erhebung der Abgabe an den Deutschen Weinfonds an alle Winzer, die über 5 ar (500 Quadratmeter) bewirtschaften versendet. In Radebeul dürfte das über 200 Winzer betreffen.

Bei der Erhebung dieser Abgabe traten in den letzten Jahren immer wieder Unstimmigkeiten zwischen den in der EU-Weinbaukartei ent-haltenen Daten und den aktuellen Gegebenheiten auf. Dies betrifft insbesondere die Größe der bewirtschafteten Weinbergflächen, die Aktualität von Besitz- und Pachtverhältnissen sowie die aktuellen Anschriften.

Die Erhebung auf der Basis nicht aktueller Daten sorgt immer wieder für Unmut unter der Winzerschaft, aber auch zu einen erhöhten Auf-wand bei der Bearbeitung, so das Regierungspräsidium. Deshalb werde darauf hingewiesen, dass alle Winzer, Vermarkter und Verarbeiter verpflichtet sind, eingetretene Veränderungen, insbesondere auch Adressänderungen, umgehend an die Weinbaukartei zu melden. Die Rechtsgrundlage für diese Pflicht ist die Verordnung (EWG) Nr. 2392 des Rates vom 24. Juli 1986 zur Einführung der gemeinschaftlichen Weinbaukartei, speziell Artikel 3 Absatz 2. Änderungen, die nicht bis zum 31.Dezember eines jeden Jahres gemeldet wurden, werden im darauf folgenden Jahr nicht wirksam, das heißt dass auch bei der Abgabe des Weinfonds Flächenreduzierungen nicht berücksichtigt werden können.

Flächenveränderung angeben

In der EU-Weinbaukartei sind alle in Sachsen bestehenden weinbaulichen Rechte enthalten. Beim Übergang der Flächen von einem Bewirtschafter auf einen anderen muss eine ordnungsgemäße Meldung erfolgen, da sonst diese Rechte verfallen. Die aus der Weinbaukartei herausgefallenen Flächen zählen bei späterer Wiederaufnahme als unzulässige Erweiterung des Weinbaupotentials in Sachsen.

Bei Veränderungen, die in die Weinbaukartei aufgenommen werden müssen, sollen sich die betreffenden Winzer an folgende Adresse wenden:

Staatliches Amt für Landwirtschaft und Gartenbau Großenhain, Abteilung Gartenbau, Herr Höhne, Remonteplatz 2, 01558 Großenhain, Fax:03522 /311 555. (SZ)