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Winzer: Schnell zu Weinfest beschließen

Das für die Großveranstaltung zurückgelegte Geld könnte jetzt besser in Werbung für den Sachsenwein fließen.

Gedränge auf dem Meißner Markt zum Weinfest 2019. Ob die Großveranstaltung auch dieses Jahr stattfinden kann, ist zweifelhaft.
Gedränge auf dem Meißner Markt zum Weinfest 2019. Ob die Großveranstaltung auch dieses Jahr stattfinden kann, ist zweifelhaft. © Anne Hübschmann

Meißen. Sachsens größter Weinproduzent, die Winzergenossenschaft Meißen, hat sich in der Diskussion um das Festhalten am Meißner Weinfest Ende September zu Wort gemeldet. Geschäftsführer Lutz Krüger regt an, möglichst zeitnah zu beschließen, ob und wie das Fest durchgeführt werden soll. 

Er verweist darauf, dass die Winzer durch die Corona-Krise schwere Umsatzeinbußen hinzunehmen hatten. Jetzt werde jeder Euro benötigt. "Wir haben für das Weinfest natürlich ein festes Budget an Geld zurückgelegt", so der Winzerchef. Es wäre jedoch möglicherweise besser, die Mittel jetzt in Werbung zu investieren, um die Kauflaune der Verbraucher anzukurbeln.

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Die Meißner Stadträte Ute Czeschka (Bürger für Meißen) und Tilo Hellmann (Die Linke) forderten in der Folge, das Konzept der Großveranstaltung zu überdenken und dieses Jahr auf den Volksfestcharakter zu verzichten.

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