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Winzerstraßenfest findet statt

Nach Verhandlungen mit dem Gesundheitsamt wird es am Wochenende die 28. Auflage in verkleinerter Form geben.

Andreas Weidmann hat alle Hände voll zu tun, um das Winzerstraßenfest Weinböhla am Wochenende noch zu organisieren. Das Fest muss am Freitag zwar ohne Eröffnung auskommen, aber das soll der guten Stimmung keinen Abbruch tun.
Andreas Weidmann hat alle Hände voll zu tun, um das Winzerstraßenfest Weinböhla am Wochenende noch zu organisieren. Das Fest muss am Freitag zwar ohne Eröffnung auskommen, aber das soll der guten Stimmung keinen Abbruch tun. © Norbert Millauer

Radebeul. Vor zwei Wochen hatte Andreas Weidmann gegenüber der SZ erklärt, dass er das Winzerstraßenfest in Weinböhla, das er seit fast drei Jahrzehnten organisiert, nicht so einfach aufgeben werde. Gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung hat er weiter am Hygienekonzept für das Fest gefeilt. Das erste hatte das Gesundheitsamt des Landkreises Meißen noch abgelehnt. Das Ackern hat sich gelohnt: Jetzt kam der positive Bescheid des Gesundheitsamtes, und Siegfried Zenker, Weinböhlas Bürgermeister, kann im Internetauftritt der Gemeinde verkünden: „Vom 4. bis 6. September feiert Weinböhla zum nunmehr 28. Mal das Winzerstraßenfest.“

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Das ist die überaus gute Nachricht. Allerdings ist sie mit Einschränkungen verbunden. „Es wird drei Festorte geben, den Zentralgasthof und das Gelände drumherum, die Tenne am Kirchplatz und den Peterkeller, und an allen Orten dürfen gleichzeitig höchstens 1.350 Gäste anwesend sein“, erklärt Andreas Weidmann eine der Auflagen des Gesundheitsamtes. Damit ist klar, dass es nicht wie in den Vorjahren bis zu 20.000 Besucher beim diesjährigen Winzerstraßenfest geben wird. Erforderlich ist die Zugangsbeschränkung, um den aktuell geltenden Bestimmungen zu Großveranstaltungen gerecht zu werden, teilt die Gemeinde mit. Und: „So wird das Fest in diesem Jahr in einem gemütlichen und gediegenen Rahmen gefeiert.“

Es wird kein überregionales Fest, wie in der Vergangenheit, sondern ein lokales, das vor allem die Weinböhlaer Weinliebhaber ansprechen soll, unterstreicht Siegfried Zenker im Gespräch mit der SZ. Dabei spielt die Sorge eine Rolle, dass sich am Ende zu viele auf den Weg nach Weinböhla machen könnten. Sollte es sich an den Eingangsbereichen stauen, stehen Wartebereiche zur Verfügung. Er schließt aber nicht aus, dass notfalls auch Besucher abgewiesen werden müssten. „Dafür bitten wir jetzt schon um Verständnis.“

Neu ist an diesem Wochenende, dass es keinen freien Eintritt wie sonst üblich geben wird. „Die Bereiche sind nur mit einer an der Kasse des Festgeländes käuflich erworbenen personalisierten Eintrittskarte, in Kombination mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass, und mit einer Mund-Nasen-Bedeckung zu betreten“, teilt die Gemeinde weiter mit. „Wie hoch der Eintrittspreis sein wird, können wir jetzt noch nicht sagen, er ist noch in der Kalkulation“, erklärt Weinböhlas Ordnungsamtsleiterin Mandy Thümer. Und: „Reservierungen sind nicht möglich.“

Es wird für die Besucher zudem Bereiche geben, in denen ein Einbahnstraßensystem eingerichtet ist. Hier, wie an den Einlässen sowie auf den Plätzen müssen bis auf Kinder alle eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, generell ist der Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten.

Andreas Weidmann und die 15 Mitglieder des Fest- und Heimatvereins haben nun alle Hände voll zu tun, um in der verbleibenden knappen Zeit das Fest auf die Beine zu stellen. „Alles muss von null auf hundert wieder hochgefahren werden.“ So muss er Standbetreiber, denen er schon abgesagt hat, wieder gewinnen. Neun Stände für Speisen, von der Bratwurst bis zum Langos. Und natürlich wird es Wein geben. „Ich konnte zehn Winzer gewinnen.“ So werden sich die Weingüter Fourré, Henke, Schuh, Ullrich und die Winzergenossenschaft präsentieren, dazu wird es einen Winzer aus dem Saale-Unstrut-Gebiet und einen Anbieter aus Bulgarien geben.

Auch das Geschehen auf den drei Bühnen wird sich den Auflagen anpassen, so wird vor allem Kleinkunst angeboten, es gibt aber auch Musik mit dem Blaswerk aus Meißen und mit Tam Tam - nur zum Tanzen dürfen sie diesmal nicht aufspielen.

Am Freitag und Samstag findet das Fest von 17 bis 24 Uhr und am Sonntag von 11 bis 20 Uhr statt. Um eine Menschenansammlung zu vermeiden, wird es am Freitag keine Eröffnung geben. Das vorläufige Fazit von Bürgermeister Siegfried Zenker: „Ich freue mich sehr, dass es in der letzten Sekunde gelungen ist, das Fest zu retten.“

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