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Wippe, Schaukel und Hundedreck

14 Spielplätze gibt es in Ebersbach-Neugersdorf. Die Stadt hat darüber eine Dokumentation erstellt. Sie zeigt, wo Änderungen nötig sind.

© dpa

Von Gabriela Lachnit

Nicht nur die Jüngsten aus der Spreequellstadt sehnen den Frühling herbei. Auch viele Eltern warten darauf, dass die Knirpse wieder auf die Spielplätze können. Die Mädchen und Jungen haben in der Stadt 14 Spielplätze zur Verfügung, die Hälfte davon ist öffentlich. Dazu gehören der Bolzplatz und die Skaterbahn im Wohngebiet Oberland. Die anderen sieben Plätze befinden sich an Kindereinrichtungen oder Schulen. Sie sind nicht öffentlich zugänglich und dürfen nur von Kindern und Schülern der jeweiligen Einrichtung bespielt werden.

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Die Stadt Ebersbach-Neugersdorf hat eine Fotodokumentation erstellt, aus der genau hervorgeht, was in den vergangenen zwei Jahren an Spielplätzen passiert ist – oder auch nicht. In der Martin-Luther-Straße in Neugersdorf ist der Spielplatz verändert worden. Neue Spielgeräte wurden aufgestellt, nachdem die alten abgebaut worden sind. Diese waren verschlissen und defekt. 20 000 Euro hat die Stadt für die neuen Spielgeräte bezahlt.

Wenn noch Mittel frei sind, denkt die Stadtverwaltung über zwei oder drei weitere Spielgeräte für Kleinkinder auf diesem Platz nach, erläutert Nadja Kneschke, die Sachgebietsleiterin im Bauamt. Wenn die Betonfundamente der Spielgeräte ausgehärtet sind, soll es jetzt bald losgehen mit dem fröhlichen Treiben auf diesem Platz.

Von der Witterung abhängig ist die Erweiterung des Spielgeräte-Angebotes am Spree-Eck in Ebersbach. Noch gibt es dort auf der großen Fläche abseits vom Straßenverkehr wenig, was kleine Sprösslinge anlockt und für sie zum Spielen geeignet ist. Für größere Mädchen und Jungen ist gesorgt. Sie können ihren Bewegungsdrang ausleben, wenn sie ihn haben. Sogar ein Reisebus mit Schulkindern hat diese Woche am Spree-Eck eine Pause eingelegt. Die Rastzeit haben die Kinder an den vorhandenen Kletterspielen verbracht.

Hier sollen bald vier neue Spielmöglichkeiten vor allem für die Kleinen aufgebaut werden. Ebenfalls 20 000 Euro gibt die Stadt dafür aus. „Dort gibt’s mal was ganz Neues“, sagt Nadja Kneschke sehr erfreut. Am Spree-Eck werden vier Teile aufgebaut, die es in dieser Art noch nicht im Stadtgebiet gibt: ein Karussell, ein Drehspiel, eine Dreier-Wippe und eine Doppelschaukel. Sobald es das Wetter zulässt, baut die Firma, die die Geräte herstellt, sie auf. Der Aufbau durch die Firma ist im Preis enthalten und sichert die Gewährleistung für die Geräte. Die Spielkombinationen werden so aufgestellt, dass sie den Ruprechtmarkt nicht behindern. Für die Marktbuden bleibt noch genügend Platz.

Alle Spielplätze werden von Mitarbeitern des städtischen Bauhofes betreut. Was die allerdings mitunter vorfinden, ärgert sie sehr. „Da liegen Flaschen und Müll herum“, weiß die Sachgebietsleiterin. Sie berichtet weiter von jeder Menge Hundekot, auch in Sandspielkästen. Viele der Spielgeräte, auch die neuen, seien mit Grafitti beschmiert worden. Das ärgert sie sehr. Nadja Kneschke erzählt, dass erst im Vorjahr auf den Spielplätzen die Spielplatzordnung aufgestellt worden ist. Schon wenige Tage später waren einige dieser Schilder entweder abgebrochen oder mit Farbe beschmiert. „So viel Unverstand kann man gar nicht nachvollziehen“, sagt Frau Kneschke kopfschüttelnd. Sie kann nur an die Eltern appellieren, ihre Kinder darauf hinzuweisen, die Spielplätze sauber zu halten und nichts mutwillig zu zerstören. Schließlich haben die Spielgeräte viel Geld gekostet. Wenn andauernd Reparaturen nötig seien, müsse viel Geld ausgegeben werden, das an anderer Stelle fehlt, betont Nadja Kneschke.