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„Wir brauchen keine neuen Themen“

OB-Kandidatin Eva-Maria Stange ist erleichtert. Mit dem Thema Wohnen will sie nun die CDU-Wähler für sich gewinnen.

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Frau Stange, Sie wollten im
ersten Wahlgang gewinnen. Wie zufrieden sind Sie nun
mit diesem Ergebnis?

Ich bin mit dem Ergebnis total zufrieden. Wir haben einen deutlichen Vorsprung. Bei sechs Kandidaten war klar, dass sich die Wählerstimmen aufsplitten. Im ersten Wahlgang zu gewinnen, wäre ein Traum gewesen.

Welche neuen Themen haben Sie für den zweiten Wahlgang in der Hinterhand?

Wir brauchen keine neuen Themen. Die Themen, die wir gesetzt haben, bewegen die Menschen. Etwa das bezahlbare Wohnen, mehr Bürgerbeteiligung oder Leben in einer sozialen Stadt. Aber es gibt noch Potenzial.

Wo gibt es das Potenzial?
Wie wollen Sie nun die Wähler anderer Parteien von sich
überzeugen?

Wenn ich mir die Wahlplakate von Herrn Ulbig ansehe, der sagt, dass gute Bildung zählt, der die Kultur voranbringen will und eine neue Wohnungsgesellschaft gründen will, sehe ich dort Potenzial. Wir haben die Chance, den Bürgern eine Alternative zu bieten. Die sollten wir auch gewinnen.

Was denken Sie darüber, dass Herr Ulbig seine Kandidatur
zurückgezogen hat?

Ich bin ein bisschen erstaunt, weil das für die CDU eine sehr wichtige Entscheidung ist. Aber ich will noch den Freitag abwarten – bis dahin müsste Herr Ulbig es offiziell bekannt geben. Wenn es wirklich so ist, muss es die CDU mit sich ausmachen, dass sie unter das Dach der FDP schlüpfen will.

Wie werden nun die nächsten Tage für Sie verlaufen?

Mein Urlaub ist nun zu Ende, so dass ich morgen früh ganz normal ins Ministerium gehe. Gemeinsam mit der Wählerinitiative werden wir morgen die Ergebnisse auswerten und überlegen, wie wir weiter vorgehen. Erst einmal wollen wir nun feiern. Und ich hoffe, dass bei der Stichwahl die Wahlbeteiligung noch einmal steigt.

Das Interview führte Juliane Richter.