merken
PLUS Hoyerswerda

„Wir denken über weitere Projekte nach“

Die Baudebatte im Landkreis prallt an den LebensRäumen ab. Die Vermarktung des aktuellen Neubaus beginnt.

Aus Richtung Klinikum über die Weinertstraße hinweg soll das Neubauprojekt der LebensRäume Hoyerswerda mal so aussehen. Die Rohbauten sind schon weit gediehen. Das vier Millionen-Euro-Projekt ist die größte Investition der Genossenschaft für 2019/2020.
Aus Richtung Klinikum über die Weinertstraße hinweg soll das Neubauprojekt der LebensRäume Hoyerswerda mal so aussehen. Die Rohbauten sind schon weit gediehen. Das vier Millionen-Euro-Projekt ist die größte Investition der Genossenschaft für 2019/2020. © Quelle: LebensRäume

Hoyerswerda. Die Debatte über zu viele Neubauten im Landkreis Bautzen sieht Axel Fietzek völlig entspannt. Von seinem Büro aus kann der Vorstandsvorsitzende der LebensRäume-Genossenschaft den aktuellen Neubau des Unternehmens wachsen sehen. „Cocoon living“ wird er heißen, riesige Schmetterlinge werden auf seiner Fassade schwirren. Das Gestaltungskonzept für die Fassade steht. 

Zwei Häuser mit je neun Wohnungen entstehen. Macht zusammen 18 Wohnungen. Fietzek lächelt: „Sehen Sie, wir haben im Monat im Schnitt 40 Wohnungswechsel.“ Da fallen 18 Wohnungen nicht ins Gewicht. Jedenfalls nicht bei der Vermietung. Für das Wohnungs-Portfolio der Genossenschaft sind sie umso wichtiger. Nur auf den Altbestand zu setzen, wäre fatal. Zu Tausenden verfügt man über Wohnraum aus den unterschiedlichsten Phasen der DDR, hinzu kommen einige Dutzend neugebaute Wohnungen aus der Nachwendezeit und auch Einfamilienhäuser zur Miete. Wohnansprüche ändern sich. Also bauen die Lebensräume regelmäßig neu. Der Fokus liegt mittlerweile eindeutig auf der Neustadt. In der Altstadt hatte man zuletzt das Altstädter Eck gebaut und somit das eigene Angebot dort abgerundet. „Wir haben da keine weiteren Neubauprojekte in der Pipeline“, sagt der Vorstandsvorsitzende mit Blick in die Zukunft. In der Neustadt schon. „Wir denken über weitere Projekte nach.“ Die Neustadt ist doch nicht nur für den Abriss da. Und vor allem hat das Unternehmen hier die Flächen, teilweise voll erschlossen. In die Öffentlichkeit gehen die LebensRäume mit ihren konkreten Projekten stets erst dann, wenn sie im Haus alle Gremien passiert haben und in der Planung für das nächste Jahr aufgenommen sind.

Oppacher Mineralquellen
Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!
Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!

Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Tag der offenen Baustelle geplant

Jetzt also der Cocoon. In diesem Jahr begonnen, im kommenden Jahr spätestens im Juni soll alles fertig sein. Axel Fietzek bestätigt, was längst überall von Bauherren zu hören ist. Es ist in einigen Branchen höchst schwierig geworden, überhaupt eine Firma zu finden, die das Gewerk auch ausführt. Doch auch diese Klippen sind wohl beim Cocoon umschifft und das geplante Budget steht nach wie vor. Fietzek zieht den Hut vor den Bauleuten, die auch bei den hohen Temperaturen der letzten Wochen durchgezogen haben.

Am 1. Oktober ist ein Tag der offenen Baustelle geplant, verbunden mit einer Art Richtfest für die beiden Häuser, die Flachdächer haben werden. Und es geht jetzt an die Vermarktung. Siebzig Interessenten sind registriert. Doch wie bei jedem Vermietungsgeschäft hat das nur bedingt etwas zu sagen. Was letztlich zählt, das ist der unterschriebene Mietvertrag. Aber die LebensRäume haben keine Sorgen, dass das nicht klappt. Bislang hat keines der Neubauprojekte am Markt vorbei gelegen.

Klimaanlage und Fußbodenheizung

Für die Vermarktung des Cocoon hat man ein Exposé ausgearbeitet, dass sich durchaus auch an Interessenten wendet, die Hoyerswerda nicht kennen. Man erfährt, wie nah die nächste Bushaltestelle und die nächste Schule sind. Und natürlich wird die neue Familienwohnanlage CocoonLiving beschrieben. Die Genossenschaft legt hier die Bescheidenheit ab, beschreibt die Idee als die „Evolution des Wohnens“. Die Wohnanlage umfasst zwei nahezu baugleiche Häuser mit je drei Vollgeschossen. Zusätzlich verfügen beide Gebäude über eine individuelle Dachwohnung im Staffelgeschoss. In jedem Haus befinden sich laut Exposé neun Wohnungen zwischen 66 und 131 m² mit Wohnungsgrößen von zwei bis vier Räumen. Wobei jeweils die Terrasse bzw. der Balkon mit je 25 Prozent der Fläche hinzugerechnet werden.

Die Mieten betragen 7,80 Euro je Quadratmeter, hinzu kommen die üblichen Nebenkosten, aber auch 50 Euro für die Garage, die zu jeder Wohnung dazugehört. Die Wohnungen verfügen über Klimaanlage und Fußbodenheizung. Man hat bei der Planung auf offene Wohnküchen gesetzt. Jede Wohnung hat eine Abstellkammer. Es sind sehr individuelle Grundrisse entstanden. Nein, das ist kein Sozialwohnungsbau, aber auch gar nicht als solcher gedacht. Wer preiswert wohnen will oder muss, wird auch bei der Genossenschaft fündig.

Und ja, die LebensRäume werden weiterbauen. Ein großer Wunsch von Axel Fietzek wäre es, weitere Abrissflächen in der Neustadt neu bebauen zu können, die dafür bislang städtebaulich nicht vorgesehen sind.

Mehr zum Thema Hoyerswerda