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„Wir machen das Beste daraus“

In Zeiten von Corona ist vieles anders als gewohnt. Das gilt auch für die Osterfeiertage. Wir wollten wissen, wie die Lausitzer damit umgehen.

© Symbolfoto: www.pixabay.com

Von Silke Richter

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Hoyerswerda (Stadt und Umland). Ostern steht vor der Tür. Angesichts der Corona-Krise ist in diesem Jahr besonders viel Ideenreichtum zum Feiern in den eigenen vier Wänden gefragt. Tageblatt hörte sich um, was in Hoyerswerda und näherer Region bei den Menschen so an österlichen Aktivitäten geplant ist.

Dagmar Steuer (52) aus Dörgenhausen: „Die Ostereiersuche werden wir spannend mit Rätseln gestalten, einem Osterspaziergang und dabei Goethes Gedicht, den Osterspaziergang, lernen und rezitieren sowie Eis bestellen und im Garten genießen. Natürlich werden wir auch mit Freunden und Verwandten telefonieren und die Seele baumeln lassen.“

Carolin Rudolf (31) aus Weißkollm: „Da dieses Jahr das Osterreiten ausfällt, wird mir ganz schön was fehlen. Zwei meiner Pferde sind seit Jahren fester Bestandteil der Wittichenauer Prozession, somit verbringe ich Ostern normalerweise immer bei einer Familie in Dörgenhausen. Da ich trotzdem meine Pferde versorgen und bewegen muss, werde ich dieses Jahr zu Ostern das erste Mal seit Langem mal wieder selbst auf dem Pferd sitzen.“

Sandra Weller (44) aus Litschen: „Wir werden unser Osterbasteln auf die Feiertage legen. Bisher überwogen die Hausaufgaben der Schule, die Aufgaben des Homeoffices und die Bewegung an der frischen Luft, weil wir ambitionierte Mitglieder des Sportclubs Hoyerswerda sind. Statt einer großen Familientafel werden wir eine große Kreativlandschaft zum Thema Ostern aufbauen. Dann schalten wir die Familie per Skype dazu und schaffen neue Kunstwerke, an denen wir uns auch in den kommenden Jahren erfreuen und die uns an diesen Moment erinnern werden.“

Corinna Fornfeist (43) aus Laubusch: „Ich werde die Zeit nutzen, um mal wieder intensiv mit meinen Hunden zu arbeiten. Wir erarbeiten gerade neue Tricks. Im Alltag zwischen Arbeit und Vereinsbetrieb bleibt dafür meist weniger Zeit. Zwischendurch lese ich auch gern Bücher. Das Treffen mit Familie und Freunden muss ja in dieser Zeit leider ausfallen. Da behelfen wir uns mit WhatsApp, Videotelefonie und Telefonieren. Aber man muss das Beste daraus machen und sich auf all das besinnen, was sonst im Alltag aus Stress und Zeitmangel auf der Strecke bleibt.“

Ralph Büchner (58) aus Hoyerswerda: „Da ich durch meine derzeitige Therapie ein Risikofall bin, wird sich unser Osterfest auf Zweisamkeit beschränken. Da das Wetter ja österlich schön wird, werden wir sicher viel spazieren gehen, und im Garten gibt es auch reichlich zu tun. Ich wünsche mir, dass alle Menschen vernünftig sind und trotz der Gegebenheiten ihr Osterfest friedlich und mit Abstand verbringen.“

Andrea Hartkopf (58) aus Hoyerswerda: „Ich nutze die Zeit, um verschiedene Baustellen in meinem Trampolinpark abzuschließen. Dazu gehören auch der Bau eines neuen Tresens, die Erneuerung der Umkleideräume und ein Frühjahrsputz. Privat werden wir uns zurückhalten und die Osternestsuche verschieben. Ich hoffe ja, dass es nach der Corona-Krise noch ein Danach gibt. Bis jetzt sieht es sehr düster für meine Freizeiteinrichtungen aus.“

Eberhard Friese (67) aus Hoyerswerda. „Ich werde Ostern in meinem Garten rumwerkeln.“

Rainer Stüwe (69) aus Hoyerswerda: „Ich werde Ostern mit meiner Hündin im Garten verbringen. Ostereier suchen wir nicht, dafür werde ich unterschiedliche Leckerlis und Apportiermaterialien verstecken.“

Christina Müller (58) aus Hoyerswerda: „Mit der Familie telefonieren, gutes Festessen, spazieren gehen, Fernsehen und in Gedanken bei der Familie sein.“

Nicole Koniarski (40) aus Hoyerswerda: „Wir versuchen, Ostern so normal wie möglich zu gestalten. Gerade für die Kinder ist das wichtig in dieser Zeit. Sie müssen auf vieles verzichten und akzeptieren es einfach ohne großes Gejammer. Sie können nicht in die Schule gehen. Sie können nicht mit ihren Freunden spielen. Sie müssen auf Oma und Opa verzichten, dürfen nicht auf den Spielplatz und akzeptieren einen kleinen Spaziergang. Wir werden Ostern in kleiner Familie feiern, mit einem schönen Essen und natürlich auch Ostereiersuche. Wir machen das Beste daraus.“

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