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„Wir wollen das Lernen ein Stück erleichtern“

Was wäre manche Einrichtung ohne ihre Förderer? In einer neuen Serie stellt die SZ das Wirken der Ehrenamtler vor. Heute: Gymnasium-Förderverein.

© Anne Hübschmann

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

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Als der Förderverein des Gymnasiums vor 20 Jahren durch Eltern und auch Lehrer gegründet wurde, war Geld erstaunlicherweise nicht sein vorrangiges Ziel. Die finanzielle Unterstützung und das Ausstellen von Spendenquittungen an Sponsoren ist ja meist der Grund, warum ein Förderverein ins Leben gerufen wird. Doch das allein kann es nicht sein, wusste Lehrerin Carola Walther wohl schon damals. Sie hatte sich an einer Riesaer Schule angeschaut, was freiwillige Förderer über den Lernalltag hinaus bewegen können: Die Schulspeisung verbessern, Freizeitveranstaltungen organisieren und finanzieren, die Berufsfindung unterstützen, bei Klassenfahrten einkommensschwachen Schülern helfen.

Finanzabwicklung für die AG

Das alles hat der Verein, der anfangs mit nur 18 Mitgliedern startete, über die Jahre geschafft. „Das meiste machen natürlich die Leute, die auch schon anderswo aktiv sind“, sagt Vereinsvorsitzender Lutz Schröter. Sein Kind ist noch am Gymnasium, doch die Mädchen von Schatzmeisterin Katrin Berthold sind es nicht mehr. Dennoch kümmert sich die Großenhainerin nach wie vor um die Abrechnung der zahlreichen Ganztagsangebote. Hier ist der Förderverein Träger – und verteilt dabei viel Geld von der Bildungsagentur. Geld fließt auch an die Abiturienten zur Unterstützung ihres Schulabschlusses. „Wir geben den Jugendlichen außerdem noch praktische Hilfe, die ihnen das Organisieren erleichtert“, so Lutz Schröter.

Der Verein machte sich im Vorjahr stark für einen Drogen-Präventionsabend für Eltern. Ein aktueller Fall war der Anlass. Im Herbst soll es eine Wiederholung, hauptsächlich für Eltern von Achtklässlern geben. Jeder der heute fast 60 Mitglieder trägt mit seinem Jahresbeitrag dazu bei, dass Geld da ist für die Prämierung von besonderen Leistungen im Bereich Sprachen oder Sport. Für den Schüleraustausch mit Israel im Vorjahr finanzierte der Förderverein eine Videokamera. „Als Nächstes ist ein Klavierstimmer für das Instrument in der Außenstelle dran“, weiß der Vorsitzende.

Eine Vereinsfrau hat eine Unternehmensliste für Praktika zusammengestellt. „Da zu lernen“ heißt das Papier, das mit dafür sorgen soll, dass Absolventen nach Studium oder Ausbildung möglichst in der Region bleiben. „Das können wir Schülern bei Bedarf vorstellen“, so Lutz Schröter. Noch hat es dazu allerdings bisher keine Anfrage gegeben.

Der Verein, der im Wesentlichen im Hintergrund agiert, hat zudem direkte Sorgenkinder. Für die Pflege der Internetseite hat sich noch niemand finden können. Lutz Schröters persönliches Ziel ist auch die Wiederbelebung des Traditionstreffens, das vor einiger Zeit wieder eingeschlafen ist. Die Förderer, denen sehr an starker Verbundenheit zur Schule gelegen ist, hatten es ebenfalls unterstützt.

Wenn am 28. Februar wieder zum Tag der offenen Tür im Siemens-Gymnasium eingeladen wird, werden sich die Schulförderer vorstellen und neue Mitglieder werben. Ebenso bei den neuen fünften Klassen. „Wir wollen die Schule noch lebendiger und vielseitiger gestalten“, heißt eine der Visionen des Fördervereins. Das geht natürlich nur in Zusammenarbeit mit der Schulleitung. „Das Lernen ist das Wichtigste, aber wir können es ein Stück erleichtern“, sagt Vereinschef Lutz Schröter.

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