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„Wir wollen sechs Sitze im Gemeinderat“

Volker Hofmann führt die SPD in Großschönau an. Er sagt, wie sie im Mai Wählerstimmen gewinnen will.

Von Holger Gutte

Neue und vertraute Gesichter stellen sich im Mai bei den Kommunalwahlen zum Gemeinderat in Großschönau. Während einige Parteien und Wählervereinigungen scheinbar Mühe haben, ihre Kandidatenliste wie gewohnt aufzustellen, scheint das bei der SPD in der Gebirgsgemeinde nicht so zu sein.

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Volker Hofmann (großes Bild) führt die SPD in Großschönau an. Ihm folgen auf den Listenplätzen (kleine Bilder oben von links) Mike Reiche, Frank Kasper, Prof. Dr. Wolfgang Uhr, Regine Töpfer sowie (untere Reihe von links) Detlef Kinski, Martina Jantke, To
Volker Hofmann (großes Bild) führt die SPD in Großschönau an. Ihm folgen auf den Listenplätzen (kleine Bilder oben von links) Mike Reiche, Frank Kasper, Prof. Dr. Wolfgang Uhr, Regine Töpfer sowie (untere Reihe von links) Detlef Kinski, Martina Jantke, To

Herr Hofmann, mit zwölf Kandidaten ist die SPD groß aufgestellt – will sie stärkste Kraft in Großschönau werden?

Es wäre schön. Wir hätten es uns verdient. Aber das werden wir nicht schaffen. Da sind wir realistisch genug. Aber wir wollen schon wieder eine starke Kraft in der Gemeinde werden. Wir sind gut aufgestellt. Vom Kfz-Mechaniker bis zum Hochschulabsolventen haben wir alles vertreten. Der jüngste Kandidat ist 25 und der älteste 73 Jahre. Unsere bisherige Arbeit im Ort wird geachtet. Das sieht man auch daran, dass neben drei SPD-Mitgliedern neun Parteilose für uns kandidieren.

Sie führen die Kandidatenliste an. Warum? Neben Ihrer beruflichen Tätigkeit als Notar in Zittau sind Sie ja auch noch Vereinsvorsitzender vom Kleinen Bad und bei der TSV Großschönau Nachwuchstrainer bei den Schwimmern?

Ich bin seit 1991 dabei und dienstältester Gemeinderat. Es ist immer mein Ziel, etwas zu bewegen. Vor allem seit Frank Peuker Bürgermeister ist, haben wir viel erreicht und das Ortsbild schön gestaltet. Es macht Spaß, wenn man etwas bewegen kann. Wir sind in Großschönau und in Waltersdorf noch nicht am Ende damit. Ich bin auch nicht der einzige Vereinsvorsitzende auf unserer Liste. Frank Kasper ist Vorsitzender des Kretscham-Fördervereins, Prof. Wolfgang Uhr vom Förderverein des Deutschen Damast- und Frottiermuseums und Mike Reiche vom TSV Großschönau.

Sind Sie zufrieden mit dem erreichten?

Ich denke, dass wir viel erreicht haben. Das große Abwasserkanalnetz durch den Ort ist fast fertig. Im Straßenbau ist viel passiert. Unsere Hauptstraße ist keine Holperpiste mehr, sondern jetzt komplett saniert und hat eine neue Straßenbeleuchtung. Zwei Kreisverkehre machen den Verkehr im Ort flüssig. Bei keiner Maßnahme musste ein Straßenbaubeitrag erhoben werden. Die Ortsmitte von Waltersdorf ist mit der Hauptstraße und der teilweisen Öffnung des Dorfbaches attraktiv gestaltet. Die Feuerwehr hat neue Technik und es ist der Gemeinde gelungen, den Polizeiposten im Ort zu halten. Wir haben Schulen, Kitas und andere Einrichtungen saniert und einen seit Jahren soliden Haushalt. Das liegt daran, weil es uns gelingt, unsere Eigenmittel so einzusetzen, dass wir Förderprogramme optimal ausschöpfen können. Und auch beim Beseitigen der Hochwasserschäden an Stützmauern und Straßen sind wir ein ganzes Stück vorangekommen. So gesehen, ist in den letzten Jahren viel erreicht worden.

Es ist also alles gut in Großschönau?

Es liegen schon einige Aufgaben vor uns, um die Gemeinde mit ihrem Ortsteil noch schöner zu gestalten. Ein Problem sind einige Industriebrachen, die es abzureißen gilt. Auch den Lauschegipfel wollen wir gestalten. Und natürlich ist es nicht schön, wenn im Dorf eine Kaufhalle schließt. Aber darauf haben wir leider keinen Einfluss.

Was haben Sie sich vorgenommen? Welche Kernpunkte gibt es in Ihrem Programm?

Als erstes muss die Sanierung der Kindertagesstätte und der Schulen abgeschlossen werden. Ich denke, das ist in den nächsten fünf Jahren zu schaffen. Auch die verbliebenen Hochwasserschäden sind zu beseitigen. Was wir hier bisher geschafft haben, sieht gut aus und findet Anerkennung bei den Einwohnern. Wir wollen das Ortsbild noch schöner gestalten und unser Textildorfprojekt fortführen. Zu unseren Schwerpunkten gehören auch ein besserer Hochwasserschutz, eine sinnvolle Nutzung des Bahnhofgebäudes sowie die Stärkung der Sportangebote für Kinder und Jugendliche, der ehrenamtlichen Arbeit in den Vereinen und der Pflege unserer Museumslandschaft.

Wie viel Prozent möchte die SPD jetzt in Großschönau bei der Wahl erreichen?

Wir möchten gern einen Sitz mehr als bisher – also sechs Sitze– im Gemeinderat erreichen.