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Wirbel um Neißeaue-Austritt

Der Verwaltungsverband will nicht über Abspaltung reden, bevor nicht alle Informationen vorligen. Die hat aber niemand.

Anders als geplant wird in der Sitzung des Verwaltungsverbands Weißer Schöps-Neiße nächste Woche nicht über den Austritt der Gemeinde Neißeaue verhandelt. Der Beschluss ist gestrichen, sagt Verbandsvorsitzender Torsten Hänsch. „Wir haben keine Vorlage aus der Gemeinde bekommen, keine Substanz für einen Beschluss.“

Neißeaue-Gemeinderat Norbert Neudeck (CDU), einer der Verfechter des Austritts, versteht das nicht. „Der Verband verlangt von uns ein Konzept, das wir ohne Detailwissen aus dem Verband gar nicht konkret untersetzen können.“ Schon vor einem Jahr habe die Gemeinde angefragt nach Stellenbeschreibungen und Arbeitsverträgen von Verbandsmitarbeitern, die Neißeaue bei einem Austritt übernehmen müsste. „Darauf haben wir noch keine Antwort“, so Neudeck.

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Der Gemeinderat hat Ende 2014 beschlossen, auszutreten und eine eigene Verwaltung zum 1. Januar 2016 aufbauen zu wollen. Eine Mitgliedschaft im Verband sei finanziell nicht mehr machbar. 280 000 Euro musste Neißeaue im vorigen Jahr an Verbandsumlage zahlen, dazu kamen weitere Kosten für Projekte. Dieses Jahr soll es sogar noch teurer werden. (jay)