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Großenhain

Wird Beuchel Bischof?

Superintendent Andreas Beuchel stellt sich am heutigen Montagabend in der Himmelfahrtskirche Dresden mit seinen beiden Mitbewerbern vor.

Superintendent Andreas Beuchel ist in Großenhain sehr bekannt - hier bei der Einweihung des neuen Gemeindezentrums in den ehemaligen Predigerhäusern.
Superintendent Andreas Beuchel ist in Großenhain sehr bekannt - hier bei der Einweihung des neuen Gemeindezentrums in den ehemaligen Predigerhäusern. © Klaus-Dieter Brühl

Dresden/Landkreis. Drei Kandidaten für die Bischofs-Nachfolge werden sich am heutigen Montagabend in der Himmelfahrtskirche Dresden vorstellen, am Dienstagabend dann in der Chemnitzer Markuskirche und am Donnerstag in der Leipziger Michaeliskirche. Unter ihnen ist auch Superintendent und Dompfarrer Andreas Beuchel aus Meißen. 

Er wurde von der Landessynode, dem sächsischen Kirchenparlament, für die Nachfolge von Landesbischof Carsten Rentzing vorgeschlagen. Beuchel ist mit 56 Jahren der älteste Bewerber. Außerdem stehen Oberlandeskirchenrat Tobias Bilz (55) und die Plauener Superintendentin Ulrike Weyer (46) zur Wahl. Diese Wahl findet auf einer Sondersitzung der Synode vom 28. Februar bis 1. März statt.

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Der Landesbischof steht an der Spitze der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, er ist sozusagen der geistliche Leiter der Kirche. In Sachsen sind derzeit etwa  18 Prozent der Bevölkerung evangelisch, das sind fast 700.000 Gläubige. Wird Andreas Beuchel gewählt, will er sich für "Vielfalt in Einheit" einsetzen.

 "Statt uns zu spalten, sollten wir uns vielmehr gegenseitig an unserem gemeinsamen Glauben ausrichten", sagte Andreas Beuchel. Der Meißner ist seit Oktober 2015 Superintendent im Kirchenbezirk, Dompfarrer und Pfarrer der Kirchgemeinde St. Afra. Zuvor war er über acht Jahre als Rundfunkbeauftragter der Landeskirche und als Senderbeauftragter für den MDR tätig. In Großenhain ist er als früherer Pfarrer von Skassa in Erinnerung.  

Der bisherige Landesbischof Carsten Rentzing hatte sein Amt im vorigen Herbst niedergelegt. Er war seit 2015 Landesbischof. Zuvor hatte es eine Debatte um seine Person und frühere Äußerungen gegeben. 

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