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Wird Hohwalds Rathaus demnächst umziehen?

Seit das Altenpflegeheim Herbst nach Neustadt umgezogen ist, steht das Schloss Langburkersdorf leer. Wie es auf dem Gelände des Hohwalder Ortsteiles weiter gehen soll, dazu sprach SZ mit Bürgermeister Manfred Elsner (FDP).Es wird gemunkelt, das Schloss werde zum Rathaus Da ist schon allerhand dran.

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Seit das Altenpflegeheim Herbst nach Neustadt umgezogen ist, steht das Schloss Langburkersdorf leer. Wie es auf dem Gelände des Hohwalder Ortsteiles weiter gehen soll, dazu sprach SZ mit Bürgermeister Manfred Elsner (FDP).
Es wird gemunkelt, das Schloss werde zum Rathaus Da ist schon allerhand dran. Die gesamte Anlage stellt ein historisches Ensemble dar. In den letzten Jahren wurden fast alle Objekte frei und stehen ungenutzt da. Der Verfall schreitet schnell voran. Viele Gedanken, Wünsche und Hoffnungen gibt es. Dabei ist zu beachten, dass mögliche Nutzungen im Siedlungsraum bereits vorhanden sind. Insofern herrscht im Gemeinderat durchaus Übereinstimmung, dass das Rathaus ins Schloss ziehen sollte. Sicher ist dies nur eine erste Etappe, denn das Areal ist recht groß. Im östlichen Bereich an der Dammstraße wird bald der Bau der altersgerechten Wohnanlage beginnen. Eine Entwicklung zeichnet sich also ab.Ein ganzes Schloss für die Verwaltung von 5 000 Einwohnern? Das Bauwerk ist viel größer, als wir Platz brauchen. Wir sind auf der Suche nach weiteren Partnern, die das Gebäude mit nutzen sollen. Da gibt es zumindest erste Vorstellungen, aber auch immer wieder Rückschläge. Zum Beispiel wäre das Forstamt Langburkersdorf gut im Gelände untergebracht gewesen. Die Lage ist verkehrsmäßig gut, deshalb bin ich wie immer optimistisch. Das gesamte Vorhaben wird durch einen Förderverein begleitet, der sich zurzeit aus zahlreichen Bürgern bildet.
Wir sprechen also von einem größeren Zeitraum? Lange sollten wir nicht warten, denn die Substanz wird nicht besser. Andererseits sind die Bedingungen für unsere Verwaltung und Bürger im jetzigen Objekt nicht gerade gut.
Zahlreiche Fragen und Probleme sind schon noch zu klären. Vor allem die Finanzierung und Eigentumsfragen, denn schließlich geht es um die Gesamtanlage und die Gestaltung des Ortseingangsbereiches. Die angrenzenden Gebäude wie Getreidelagerhalle oder Werkstatt als Gebäudeeigentum der ehemaligen LPG stellen durchaus auch Konflikte dar und müssen einer Lösung zugeführt werden.
Das klingt nicht nach Einigkeit der Beteiligten. Ich gebe zu, es wird nicht leicht, aber viele Probleme in den letzten zehn Jahren unserer Kommunalpolitik waren schwierig. Sichere Visionen und Ziele, aber auch Durchsetzungsvermögen haben oft zum Ziel geführt. Die LVA Sachsen als eistiger Eigentümer hat die Anlage an eine Schlossentwicklungsgesellschaft verkauft. Leider sind die Erwartungen von allen Beteiligten nicht erfüllt worden. Die Gemeinde muss deshalb wieder zum Motor werden.
Das Schlossareal soll ein Zentrum von Verwaltung, Dienstleistung und Kultur werden. Ich weiß, dass in unseren Ortsteilen zahlreiche ähnliche Objekte auf Nutzung warten. Unsere Gemeinde hat da viele Möglichkeiten, aber auch Pflichten. Schließlich wird mit dem möglichen Umzug auch wieder ein Objekt frei.
Das Gespräch führte Heidi Körner.

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