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Platz für Industrie wird langsam knapp

Größere sofort verfügbare Flächen gibt es im Landkreis Meißen nur noch in zwei Orten. Aber in weiteren Gemeinden wird daran gearbeitet.

Blick auf das Gewerbegiebt an der Glogauer Straße in Riesa. Größere Industrieflächen sind im Landkreis Meißen derzeit knapp, heißt es im aktuellen Wirtschaftsbericht.
Blick auf das Gewerbegiebt an der Glogauer Straße in Riesa. Größere Industrieflächen sind im Landkreis Meißen derzeit knapp, heißt es im aktuellen Wirtschaftsbericht. © Lutz Weidler

Landkreis Meißen. Nur in Großenhain und in Glaubitz/Zeithain sind derzeit noch größere Industrieflächen zu haben, die sofort verfügbar wären. Das geht aus dem aktuellen Wirtschaftsbericht der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Region Meißen (WRM) hervor, die kürzlich im Kreistag vorgestellt wurde.

Allerdings ist man im Landkreis nicht untätig: So erweitere die Stadt Nossen aktuell das Gewerbegebiet Heynitz-Lehden. Außerdem bereite ein privater Investor eine großflächige Gewerbefläche in Deutschenbora für die Nutzung und Vermarktung vor. Am anderen Ende des Landkreises ist laut WRM noch eine große potenzielle Erweiterungsfläche in Autobahnnähe im Norden des Gewerbegebiets Thiendorf vorhanden. "Die Gemeindeverwaltung kann jedoch aufgrund zahlreicher anderer Aufgaben aktuell dies nicht umsetzen", heißt es.

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Die WRM empfiehlt den Kommunen, auch nach kleineren Flächen zu schauen: Handwerksbetriebe würden vor allem im Elbtal auch nach Flächen von 2.000 bis 5.000 Quadratmetern suchen.

Positive Bilanz - vor Corona

Was die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis angeht, zieht die WRM für das abgelaufene Jahr – also vor der Corona-Pandemie – eine insgesamt eher positive Bilanz. Dabei verweist die Gesellschaft auf die Ansiedlung von Amazon in Lampertswalde, weitere Entwicklungsschritte für das geplante große Ferien-Resort in Tiefenau und einen Hallen-Neubau von Ellerhold in Radebeul.

Erweitert haben sich ebenfalls Kronospan in Lampertswalde (mit einem neuen Hochregallager) und Microceram in Meißen (mit einem neuen Produktions- und Verwaltungsgebäude). Auch die Firmen Novus air (Neusörnewitz) und Procontain (Coswig) investieren in Erweiterungen.

Negative Entwicklungen im Jahr 2019 waren laut Wirtschaftsförderung die Produktionsverlagerung von Meissen Keramik und Ditter Plastic. Immerhin: Ein Großteil der davon betroffenen Belegschaften hätten im Arbeitsmarkt neue Stellen erhalten. Insolvenzen von großen oder mittelgroßen Unternehmen habe es im Vorjahr im Landkreis nicht gegeben, so die Wirtschaftsförderer.

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