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Riesa

Wirtschaftsforum plant neue B-169-Aktion

Ein Treffen mit MP Kretschmer musste wegen der Coronakrise abgesagt werden. Wenn die vorbei ist, will die Vereinigung eine neue Protestform ausprobieren.

Seit Jahren endet die B 169 bei Seerhausen.
Seit Jahren endet die B 169 bei Seerhausen. © - keine Angabe im huGO-Archivsys

Riesa. Wie lange die derzeitige Ausnahmesituation dauert, ist unklar. Wenn sie vorbei ist, will sich das Vereinigte Wirtschaftsforum Region Riesa für den Weiterbau der B 169 ins Zeug legen. Das hat Sprecher Kurt Hähnichen gegenüber der SZ deutlich gemacht. 

Wie, das zeichnet sich auch schon ab: Demnach sollen künftig Frühstücke auf dem noch nicht freigegebenen Straßenstück bei Seerhausen organisiert werden. Dazu will das Wirtschaftsforum zum Beispiel Landes- und Bundespolitiker einladen, um sie mit Bürgern ins Gespräch zu bringen. Die Politiker sollen dabei Rechenschaft zur Straßenproblematik ablegen, so Kurt Hähnichen.

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"Aus unserer Sicht ist das eine charmante Art, auf das Thema aufmerksam zu machen", so Hähnichen über die geplante neue Protestform, die mit geringem finanziellen und organisatorischen Aufwand machbar sei. 

Die Straße blockieren wolle man nicht, unterstreicht der frühere  Kreishandwerksmeister. Der Protest für den Weiterbau der B 169 in Richtung der A 14 solle zwar nachdrücklich, aber dennoch freundlich erfolgen, so Kurt Hähnichen, der auch für die CDU im Riesaer Stadtrat sitzt.

Ein Vorbild an der AfD, die im vorigen August mit einer vergleichbaren Aktion für Aufsehen an der Bundesstraße gesorgt hatte, nehme man sich nicht, so Hähnichen auf Nachfrage.

Unterdessen läuft eine seit Jahren etablierte Protestform des Wirtschaftsforums für die B169 weiter: Gerade erst ist die jüngste Postkarte erschienen, mit dem Motiv Nummer 62. Und das lautet diesmal: "Hier geht's nicht weiter" – oder, wie es auf der Rückseite heißt, "Hier geht nichts weiter".

Mit dieser Postkarte wirbt das Vereinigte Wirtschaftsforum Region Riesa derzeit wieder für den Ausbau der B 169 in Richtung der Autobahn A 14 bei Döbeln. 
Mit dieser Postkarte wirbt das Vereinigte Wirtschaftsforum Region Riesa derzeit wieder für den Ausbau der B 169 in Richtung der Autobahn A 14 bei Döbeln.  © Eric Weser

Zuletzt hatte sich Wirtschaftsforum Anfang März gemeinsam mit Wirtschaftsvertretern und Bürgermeistern der Region im Wirtschaftsministerium nach dem Stand der Straßenplanungen für die B 169 und weitere Ortsumgehungen erkundigt. Für den 19. April war zudem ein Treffen zum Thema mit Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) vorgesehen, das aber wegen der Corona-Situation abgesagt werden musste. Laut Kurt Hähnichen hat das Wirtschaftsforum zuletzt auch mit CDU-Innenminister Roland Wöller Kontakt aufgenommen; auch in dem Fall soll es bald einen Termin für ein Gespräch geben. 

Das aufwendige Genehmigungsverfahren für den weiteren Ausbau der B 169 läuft bereits seit Jahren. Allerdings gibt es zahlreiche Einwände gegen das Projekt, sodass das Baurecht für den Abschnitt bis nach Salbitz aussteht. Die Planungen für die Ortsumgehungen von Strehla (B 182) sowie mehreren Orten zwischen Glaubitz und Schönfeld (B 98) stehen noch relativ am Anfang. (SZ)

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