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Witka-Staudamm entsteht neu

Bis 2016 soll das Bauwerk fertig sein. Es wird als Pfeilstaumauer aus Beton entstehen und Schutz vor Hochwasser bieten.

Kreis Zgorzelec. Nach fast vierjähriger Projektvorbereitung ist im Kraftwerk Turow eine Vereinbarung für die Wiedererrichtung des Staudamms am Witka-Stausee bei Niedow (Nida) unterzeichnet worden. Für die Umsetzung des mit über 57 Millionen Zloty (knapp 14 Millionen Euro) veranschlagten Investitionsvorhabens wurden maximal 30 Monate angesetzt. Wie regionale Medien meldeten sollen die Arbeiten bis Mai 2016 bauseitig abgeschlossen sein, um nach einer Erprobungsphase im November 2016 das Stauwerk endgültig an den Betreiber zu übergeben.

Das Bauwerk entsteht in Form einer Pfeilstaumauer aus Beton. Sie löst den als Erddamm angelegten Vorgänger ab, der nach der Überflutung vor vier Jahren dem Druck der Wassermassen nicht standhielt, was Überflutungen mit großen Schäden beiderseits der Neiße nach sich zog. Die Länge der rechten Staumauerseite ist mit 94,1 und die der linken Seite mit 120 Metern angegeben. Die Kronenbreite beträgt fünf Meter. Zudem wird es zum Schutz der wasserbaulichen Anlage einen Überflutkanal für die Aufnahme großer Wassermengen bei erneute Hochwasser geben.

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Neben einem Pumpengebäude soll eine sogenannte Fischtreppe entstehen, die den Tieren bei ihren Wanderungen die gefahrlose Überwindung des Wehrs ermöglicht. Für die Errichtung der Anlage durch das Unternehmen für Berg- und Energiebauwesen EGBUD GmbH Bogatynia werden unter anderem an die 1 800 Tonnen Baustahl und über 20 000 Kubikmeter Beton verarbeitet. Die Witka war 1962 bei Niedow aufgestaut worden, um für den Betrieb des Braunkohlekraftwerks Turow genügend Kühlwasser verfügbar zu haben. Für die Bewohner Bogatynias wird hier zudem ein Teil des Trinkwassers gewonnen. (kpl)