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Hoyerswerda

Wittichenauer Waldbad füllt sich wieder

 2018 gab es einen Rekordbesuch. Für die neue Saison laufen längst die Vorbereitungen.

Unten in der Sprunggrube steht das Grundwasser.
Unten in der Sprunggrube steht das Grundwasser. © Foto: Hagen Linke

So sieht man das Wittichenauer Wald- und Strandbad selten: ohne Wasser, aber mit frischem Kies. In einer Woche wird das anders sein, und vielleicht schon Ende Mai wird es auch wieder eng auf dem Parkplatz, der gestern verwaist war.

Die Vorbereitungen für die neue Saison laufen schon ein paar Wochen. „Das Schlimmste ist geschafft“, sagt Schwimmmeister Uwe Mickel und meint die recht umfangreichen Arbeiten, die der städtische Bauhof mit dem Entschlammen und dem Verteilen des Waschkieses erledigt hat. Größere Veränderungen gibt es in der neuen Saison nicht. Wurde 2017 ein Gestänge eingebaut, das Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich trennt, und 2018 die große Rutsche auf den Spielplatz gesetzt, stehen nun übliche Reparaturarbeiten auf dem Programm. „Um den Sprungturm herum wird neu gepflastert“, sagt Mickel.

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Der 47-Jährige geht in seine 19. Saison. So viele Badegäste wie 2018 hatte er noch nie. Etwa 23 500 Besucher wurden gezählt. Mickel und sein Team mit Rettungsschwimmern der DRK-Wasserwacht in Kamenz müssen immer besonders wachsam sein, die Eltern werden aber nicht aus ihrer Verantwortung entlassen, vor allem wenn sie mit Nichtschwimmern kommen. „Sie sind die allererste Aufsichtsperson und müssen immer ihre Nichtschwimmerkinder im Blick haben.“

Damit aus Nichtschwimmern sichere Badegäste werden, finden in den ersten vier Wochen wieder zweiwöchige Schwimmkurse statt. Anmeldungen sind noch möglich (Telefon im Rathaus: 035725 75520). Wichtig ist, dass entweder die ersten beiden Ferienwochen oder die dritte und vierte Woche zusammenhängend genommen werden.

Anfang nächster Woche wird begonnen, das Bad mit dem Wasser aus dem benachbarten Moor zu befüllen. Langsam zunächst, damit am Einlauf der Boden nicht ausgespült wird. „Innerhalb von einer Woche ist das Bad gefüllt“, so Mickel. Dann kommt das Gesundheitsamt. In den vergangenen Jahren gab es nie Probleme mit der Wasserqualität des Naturbades. Geschaut wird natürlich auch in die Toiletten und Umkleidebereiche, in denen derzeit Reinigungskräfte arbeiten. Sauberkeit ist dem Schwimmmeister wichtig. „Es ist gut, dass auch das Amt da sehr pingelig ist.“

Regulär beginnt die Saison im Juni. Einlass gibt es zu unveränderten Eintrittspreisen. Wenn es besonders warm ist, kann aber auch schon ein paar Tage früher gebadet werden. „Wir hatten aber auch schon zum 15. Mai das Bad fertig und dann drei Wochen Regen“, sagt Mickel. Das bleibt für dieses Jahr nicht zu hoffen. Ob es wieder so ein Rekord-Sommer wird, wird man zum Saisonende im September wissen.