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Wo 2013 in den Kitas investiert werden soll

Für Seifhennersdorf, Jonsdorf, Lückendorf und Großschönau sind dieses Jahr über eine halbe Million Euro eingeplant.

Von Thomas Christmann

Fünf Kitas im Zittauer Gebirge sollen 2013 saniert werden. Den Investitionsplan des Landkreises hat der Jugendhilfeausschuss kürzlich beschlossen. Demnach fließen Fördermittel in die Kitas „Bienchen“ und „Sonnenkäfer“ in Seifhennersdorf, „Zwergenhäus’l“ in Lückendorf, „Benjamin“ in Großschönau und das Kinderhaus in Jonsdorf. Über eine halbe Million Euro kosten die Neuerungen insgesamt. Voraussetzung bei allen Investitionen: Der Haushalt des Landkreises muss genehmigt sein und der jeweilige Kita-Träger Eigenmittel bereitstellen können.

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Seifhennersdorf: „Bienchen“

erhalten neuen Fluchtweg

Das Johanniter-Kinderhaus „Bienchen“ muss Brandschutzauflagen erfüllen. Die Gruppenzimmer im Erdgeschoss haben schon eine Terrassentür als Fluchtweg. Doch im Sportraum fehlt ein Zugang in den Garten. Deshalb wird dort auch eine Tür eingebaut. In einem weiteren Raum ist ein Durchbruch zu einem Gruppenzimmer geplant. Beides kostet rund 35 000 Euro. Der Umbau liegt in den Sommerferien. „Die Sicherheit der Kinder ist wichtig“, sagt Kerstin Rokitta, Geschäftsführerin des Kreisverbandes Görlitz der Johanniter-Unfallhilfe. Zumal sie mit 77 Mädchen und Jungen derzeit voll ausgelastet sind.

Seifhennersdorf: „Sonnenkäfer“ verändern ihren Eingang

Bei der Kita „Sonnenkäfer“ in Trägerschaft des Zittauer DRK-Kreisverbandes stehen mehrere Veränderungen an. Am Eingang werden Weg und Tor erneuert. Beides stammt von 1979, als die Einrichtung eröffnete. Den Hang nebenan wollen Erzieher und Kinder mit Sträuchern und Blumen je nach Jahreszeit bepflanzen. „Passend zum farbenfrohen Haus“, sagt Leiterin Ulrike Worbs. In der Einrichtung brauchen die Krippen- und Hortzimmer in der ersten Etage einen neuen Anstrich. Zudem muss im gesamten Haus ein neuer Kunststoffbelag verlegt werden, der jetzige ist 17 Jahre alt. Die Gesamtkosten: Rund 76 000 Euro.

Großschönau: „Benjamin“ beendet Arbeiten an Dach und Fassade

Die Kita „Benjamin“ von der Johanniter-Unfallhilfe ist derzeit nur halbfertig. Vor zwei Jahren kamen neue Fenster in die Villa, 2012 erhielt die Fassade auf der Süd- und Ostseite einen beigen Anstrich, und das Dach konnte zur Hälfte neu gedeckt werden. Dieses Jahr folgt nun der andere Teil. Der Sanierungsgrund: Das Dach ist an manchen Stellen undicht. So dringt bei starken Regenfällen Wasser ein, die Räume bekommen nasse Flecken an den Wänden. Auch die Fassade wird zu Ende gestrichen, an der teils der Putz gerissen ist. Die Kosten für die Fertigstellung: rund 150 000 Euro.

Jonsdorf: Kinderhaus bekommt

Brand- und Rauchschutztüren

In das Kinderhaus Jonsdorf von der Arbeiterwohlfahrt Oberlausitz fließen Mittel für den Brandschutz. So erhält das zentrale Treppenhaus auf jeder Etage Trennwände und Brandschutztüren. Somit ist es von den Fluren abgetrennt. Dafür muss auch die Notbeleuchtung angepasst werden, beispielsweise durch Sicherheitsleuchten an den Türen. Auch der Flucht- und Rettungsplan bedarf einer Überarbeitung. Ein Teil der Räume bekommt Rauchschutztüren und Melder. Zudem wird die Hausmeldeanlage durch spezielle Lautsprecher in den Fluren erweitert. Mitte Juni beginnt der Umbau und dauert bis Anfang Oktober. Die Kosten betragen rund 140 000 Euro.

Lückendorf: „Zwergenhäus’l“ setzt

auf Mittagsschlaf in Strohballen

Am „Zwergenhäus’l“ muss die Fassade erneuert werden. Die Holzverkleidung des Umgebindehauses ist teilweise morsch, die Farbe löst sich ab. Das Grundstück erhält einen neuen Zaun. Auch die Spielgeräte hat der Tüv voriges Jahr bemängelt. Das Holzboot musste sogar abgebaut werden. „Das haben die Kinder geliebt“, sagt Ute Wunderlich von der Schkola, dem Kita-Träger. Nun wird das Holzboot wieder errichtet. Die Schkola will auch die Baracke nebenan kaufen, die derzeit als Abstellraum für die Gemeinde und Kita dient. Dort entsteht ein grünes Zimmer. In der Baracke können die Kinder ihren Mittagsschlaf dann auf Strohballen machen. Auch anderen Kitas und Schulen soll der Raum für Übernachtungen zur Verfügung stehen. Sonst finden sich in der Baracke noch Materialien für Experimente und Gartengeräte zum Ausprobieren. Im Juni sollen die Arbeiten an und um die Kita für rund 150 000 Euro beginnen.