merken
PLUS

Wo Cunewalde dieses Jahr baut

Nach großen Investitionen in der letzten Zeit will die Gemeinde 2016 etwas kürzer treten. Dennoch tut sich so einiges.

© Uwe Soeder

Von Katja Schäfer

Das Jahr 2016 läuft in der Gemeinde Cunewalde anders als die Vorjahre. Zumindest was die Investitionen betrifft. „Wir gehen – mit einer Ausnahme – keine ganz neuen Projekte an“, sagt Bürgermeister Thomas Martolock (CDU). Er begründet das damit, dass die Gemeinde nach umfangreichen Baumaßnahmen in der zurückliegenden Zeit jetzt erst mal ein, zwei Jahre Luft holen müsse.

Stars im Strampler aus Bautzen
Stars im Strampler aus Bautzen

Auch in der letzten Woche sind Babys auf die Welt gekommen, die im Landkreis Bautzen zu Hause sind.

Dennoch tut sich auch in diesem Jahr in Cunewalde so einiges, vor allem im Zusammenhang mit der Beseitigung von Hochwasserschäden, die 2010 und 2013 entstanden sind. Gebaut werden soll vor allem an Straßen und Wegen sowie an Gewässern.

Mehrere Teiche werden in Ordnung gebracht

Vor zwei Jahren schon hat die Gemeinde angekündigt, die Teiche im Polenzpark zu sanieren. Denn der Damm vom Mühlteich – dem größten der Teiche – weist massive Schäden auf. Auch beim Schanzen- und Brückenteich, beim sogenannten Schwarzen Meer und bei den anderen Gewässern im Park sind die Uferbefestigungen an vielen Stellen marode und die Auslaufbauwerke kaputt. Schon beim kleinsten Hochwasser laufen die unteren Teiche über und fluten die nahen Wohngrundstücke.

Doch bisher haben die Arbeiten noch nicht begonnen, weil Genehmigungen dafür fehlen. „Nach zweijähriger Prüfung hat die Landesdirektion jetzt festgestellt, dass sie gar nicht für diese Genehmigung zuständig ist“, ärgert sich Bürgermeister Thomas Martolock (CDU). Zugleich ist er froh über diesen kürzlich eingetroffenen Bescheid. Denn jetzt kann das Landratsamt Bautzen die notwendigen Zustimmungen erteilen. Der Bürgermeister hofft, dass das schnell geht und somit dieses Jahr endlich die Teiche in Obercunewalde in Ordnung gebracht werden können. Eine Million Euro sind dafür veranschlagt. – Auch am entgegengesetzten Ende des Gemeindegebietes soll ein Gewässer saniert werden. „Wir beseitigen alle Flutschäden am Weigsdorfer Teich, setzen zum Beispiel die Uferbefestigung und die Insel instand“, kündigt Martolock an. Die Arbeiten beginnen im Frühjahr. Der Auftrag ist schon erteilt.

Erlenweg bekommt neue Stützmauer und sein altes Pflaster zurück

Bei der Flut im Jahr 2010 hatte das zum reißenden Strom gewordene Cunewalder Wasser auf dem Erlenweg große Teile des Pflasters weggerissen. Seitdem ist er an den betroffenen Stellen provisorisch asphaltiert. Nun soll der Weg wieder sein altes Pflaster zurück bekommen, das die Gemeinde eingelagert hat. „Zuvor muss eine Stützmauer auf etwa 100 Meter Länge komplett erneuert werden“, sagt Thomas Martolock. Der Stützmauerbau ist für dieses Jahr geplant. Die Pflasterer rücken voraussichtlich erst 2017 im Erlenweg an.

Bauarbeiten an der Hauptstraße gehen weiter

Nachdem im vergangenen Jahr an der Hauptstraße zwischen dem Abzweig zur Straße Neue Sorge und dem Kreisverkehr an der Blauen Kugel gebaut wurde, kommt jetzt der Abschnitt zwischen dem ehemaligen Gemeindeamt und der Neuen Sorge an die Reihe. Dort muss eine Stützmauer vom Cunewalder Wasser erneuert werden. Dafür wird eine Vollsperrung nötig. Laut Plan dauern die Arbeiten an der Staatsstraße, für die das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Auftraggeber ist, bis November.

Weigsdorfer Hof wird abgerissen

Das einzige neue Projekt, das in diesem Jahr begonnen werden soll, ist ein großes: Die Gemeinde will die maroden Gebäude auf dem Gelände des Weigsdorfer Hofes abreißen und die Fläche begrünen. Oberhalb davon – auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei an der Wurbisstraße – will Cunewalde dann einen kleinen Wohnpark entwickeln mit fünf bis sechs Bauplätzen.