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Wo erste Ferienhäuser am See entstehen

Schon lange kämpfen die Besitzer der Waldsiedlung am Nordufer des Berzdorfer Sees für ihre Idee. Die nächste Hürde ist geschafft. Wie die Pläne aussehen.

Blick von der Landeskrone in Richtung Berzdorfer See und Nordstrand.
Blick von der Landeskrone in Richtung Berzdorfer See und Nordstrand. ©  André Schulze

Im Herbst sollen die ersten Arbeiten beginnen: Auf einem kleinen Teil der Waldsiedlung am Nordstand sind Ferienhäuser für See-Gäste geplant und noch mehr. Die Idee verfolgen die Besitzer des Grundstückes schon seit über einem Jahrzehnt.

Etwa 14 Hektar groß ist die Waldsiedlung. Knapp zwei Hektar davon sind einst als Sondergebiet ausgewiesen worden und davon etwa 40 Prozent sind bebaubar, erklärte Tom Leuschner vom Amt für Stadtentwicklung am Montagabend, als der Planungsverband Berzdorfer See tagte. Dort sind in einer ersten Etappe zehn bis 15 Ferienhäuser vorgesehen.

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Außerdem plant die Besitzerfamilie des Grundstückes eine Gaststätte mit einer Ausleihstation und einem Parkplatz nahe der Strandpromenade  sowie ein Mehrzweckgebäude für den Betrieb der Ferienhäuser. Für den Bebauungsplan haben die Mitglieder des Planungsverbandes am Montag einstimmig grünes Licht gegeben, die Grundlage für die Genehmigung.

Erster Schritt: Wege und Strom

Die Waldsiedlung liegt im Norden des Berzdorfer Sees und östlich der neuen Zufahrt „Zum Nordstrand“. Die endet in einem Kreisverkehr. Eine erste Erschließung gibt es damit bereits, erklärt Tom Leuschner: die Zufahrt vom Kreisverkehr Richtung Waldsiedlung, mit deren Bau auch Stromleitungen und andere Medien verlegt wurden. „Das ist dieser Stich bis zur Grundstücksgrenze.“

Ein nächster Schritt für die Besitzer wäre dann die  innere Erschließung. Das heißt, es müssen Wege zu den Standorten der einzelnen Ferienhäuser angelegt und Medien dort verlegt werden. Auch einige andere vorbereitende Arbeiten stehen noch an, erklärt Thomas Andreß, Projektmanager für die Waldsiedlung. Er rechnet damit, dass die ersten Arbeiten im Herbst beginnen können.

Der Rundweg am Nordstrand bleibt öffentlich.
Der Rundweg am Nordstrand bleibt öffentlich. © Matthias Weber

Besitzer verfolgen Idee schon seit 2008

Bei der ersten Etappe geht es um den südlichen, also den seenahen Teil der Waldsiedlung. Der Rundweg soll für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben, das war eine Frage im Planungsverband. Eine, die nicht grundlos aufgekommen sei, erklärte Joachim Schulze, Stadtrat für die Grünen und Vertreter für die Stadt Görlitz im Planungsverband. Als das Grundstück in den 90ern verkauft wurde, habe ursprünglich die Fläche vom heutigen Rundweg dazugehört. Das sei aber durch Flächentausch später geklärt worden. Damit gehören die Besitzer, die Familie Sauer, zu den Pionieren am See. Ihre Idee haben sie zum ersten Mal 2008 im Görlitzer Rathaus vorgestellt.

Ist von der zweiten Etappe die Rede, geht es vor allem um den nördlichen Teil der Waldsiedlung in Richtung Weinhübel. Dort sind ein Aussichtspunkt, womöglich weitere Häuschen angedacht. Für die zweite Etappe ist außerdem eine kleine Bewirtung direkt am Strand vorgesehen. 

Einwände vom Naturschutz

In einem Punkt ging es um den Steinschmätzer, ein Vogel, der in Deutschland als vom Aussterben bedroht gilt. Die Untere Naturschutzbehörde hätte gerne an bestimmten Stellen Steinschüttungen für die Tiere gesehen. Der Planungsverband stimmte dagegen. Zum einen, erklärt Tom Leuschner, seien bereits mehr Ausgleichsflächen vorgesehen als eigentlich vorgeschrieben. Zum anderen erschien im Planungsverband die vorgeschlagene Stelle für eine solche Schüttung nicht sinnvoll: Sie gehört nicht den Besitzern der Waldsiedlung und liegt nahe dem Kreisverkehr, der zu weit weg sei vom See und in Zukunft nicht mehr so ruhig sein wird wie bisher.

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