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Wo die Mühle einst klapperte

Die Buschmühle brannte 2010 ab. Ein Oppacher Verein sorgt dafür, dass sie nicht vergessen wird.

© SZ Thomas Eichler

Von Carina Brestrich

Fast vier Jahre ist es her, dass ein Feuer die Buschmühle in Oppach zerstörte. Die Ruine des ehemaligen Sägewerks wurde kurz nach dem Brand abgerissen, Spuren der Gebäude sind an der Zumpestraße heute kaum noch erkennbar. Auf keinen Fall aber soll die historische Mühle deshalb in in Vergessenheit geraten. Um dies zu verhindern, hat der Freundeskreis Heimatgeschichte nun mit der Unterstützung der Gemeinde und von zwei Oppacher Firmen eine Erinnerungstafel auf dem Gelände aufgestellt.

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Die Tafel kommt pünktlich zum Geburtstag von Herrmann Zumpe. Der bekannte Meisterdirigent und Komponist wurde exakt heute vor 164 Jahren in der Mühle geboren. Wer sie neben seinem Vater Karl August Zumpe sonst noch betrieb und wie sie sich baulich über die Jahrhunderte veränderte, ist auf der Tafel ebenfalls zu erfahren, wie ihr Werdegang von der Mahl- zur Schneidemühle.

„Auf die Idee zur Tafel brachte uns Johannes Sachse, der unserem Verein nahe stand und neben der Mühle wohnte“, erklärt Gudrun Kolb, die Vorsitzende des Freundeskreises. Sie und Vereinsmitglied Wolfgang Urban haben dann unter anderem in den Akten des Rathauses und Staatsfilialarchives Bautzen recherchiert, Lageplan, Fotos und Daten zusammengetragen.

Das Feuer in der Mühle war 2010 Teil einer Brandserie im Oberland. Zwei Jugendliche wurden ein Jahr später zu einer Haft- und einer Bewährungsstrafe verurteilt.