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Wo dieses Jahr in Kottmar gebaut wird

Für fast sechs Millionen Euro könnte in der Gemeinde gebaut werden. Das Bauamt erklärt, was dafür gemacht wird.

Von Patrick Richter

Neues Jahr, neue Projekte: In Kottmar wird auch im Jahr 2016 wieder Einiges gebaut. Ganz neu sind die meisten Vorhaben aber nicht, sondern sie stehen bei der Gemeinde schon länger auf der Liste. Insgesamt stehen Bauarbeiten mit Kosten in Höhe von maximal 5,7 Millionen Euro an. Eine Summe, die von der Gemeinde bei Weitem nicht allein getragen werden muss – durch Fördermittel kann der Großteil gestemmt werden. Was wird sich also am Ortsbild der Gemeinde im laufenden Jahr ändern?

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Einige von Kottmars Baustellen für das laufende Jahr: Die Hochwasserschäden an den Bächen (oben links) werden weiterhin beseitigt. Die Kindertagesstätte in Obercunnersdorf soll von Grund auf saniert werden (unten rechts). Der Bahnübergang in Eibau wird mo
Einige von Kottmars Baustellen für das laufende Jahr: Die Hochwasserschäden an den Bächen (oben links) werden weiterhin beseitigt. Die Kindertagesstätte in Obercunnersdorf soll von Grund auf saniert werden (unten rechts). Der Bahnübergang in Eibau wird mo
Einige von Kottmars Baustellen für das laufende Jahr: Die Hochwasserschäden an den Bächen (oben links) werden weiterhin beseitigt. Die Kindertagesstätte in Obercunnersdorf soll von Grund auf saniert werden (unten rechts). Der Bahnübergang in Eibau wird mo
Einige von Kottmars Baustellen für das laufende Jahr: Die Hochwasserschäden an den Bächen (oben links) werden weiterhin beseitigt. Die Kindertagesstätte in Obercunnersdorf soll von Grund auf saniert werden (unten rechts). Der Bahnübergang in Eibau wird mo
Einige von Kottmars Baustellen für das laufende Jahr: Die Hochwasserschäden an den Bächen (oben links) werden weiterhin beseitigt. Die Kindertagesstätte in Obercunnersdorf soll von Grund auf saniert werden (unten rechts). Der Bahnübergang in Eibau wird mo
Einige von Kottmars Baustellen für das laufende Jahr: Die Hochwasserschäden an den Bächen (oben links) werden weiterhin beseitigt. Die Kindertagesstätte in Obercunnersdorf soll von Grund auf saniert werden (unten rechts). Der Bahnübergang in Eibau wird mo

Baustelle 1: Noch immer wird an den Hochwasserschäden gearbeitet.

Wegen der Folgen des Hochwassers im Jahr 2013 hat die Gemeinde noch immer viele Baustellen offen. Wie Kottmars Bauamtsleiter Maik Wildner sagt, stehen derzeit 27 Arbeiten dieser Art in der Warteschleife. Im Ortsteil Obercunnersdorf gibt es noch viel zu tun. Am Cunnersdorfer Wasser stehen noch einige der größten Arbeiten aus. Jede Menge offene Baustellen gibt es außerdem in Eibau. Das Problem: Die Gemeinde muss bei jeder einzelnen Maßnahme auf die Fördermittel von Bund und Land warten. Darum glaubt der Bauamtschef auch nicht daran, dass alle dieser beantragten Arbeiten in diesem Jahr gemacht werden können. Insgesamt würden die Kosten 3,7 Millionen Euro an Fördermitteln betragen.

Baustelle 2: Das Feuerwehrdepot in Walddorf wird neu gebaut.

Für das neue Depot muss das alte zunächst abgerissen werden, wie Maik Wildner sagt. Das neue Gebäude für die Ortsfeuerwehr soll dann an selber Stelle entstehen – allerdings größer. Eine Funkzentrale wird neu errichtet und ein dritter Stellplatz für ein Feuerwehrfahrzeug wird zur Verfügung stehen. Für den Baubeginn in diesem Jahr gibt es noch keinen festen Termin.

„Bestenfalls können wir im März starten, je nachdem, wann der Förderbescheid kommt“, so der Bauamtschef, der noch auf die Fördergelder von Bund und Land warten muss. Ursprünglich sollte der Bau des Depots bereits im vergangenen Jahr beginnen. Organisatorische Dinge standen dem laut Maik Wildner noch im Weg, die Planungen seien aber abgeschlossen. Der Abriss und Bau des Walddorfer Feuerwehrdepots wird Kosten von ungefähr 930 000 Euro verursachen.

Baustelle 3: Die Obercunnersdorfer Kita wird komplett saniert.

„Das ist auf jeden Fall überfällig“, sagt Bauamtsleiter Wildner gegenüber der SZ. Besonders beim Dach sei es an der Zeit, dieses zu erneuern. „Die Ziegel sind nicht mehr ganz in Ordnung“, so Wildner. Nicht nur das Dach, sondern das komplette Gebäude der Kita „Pfiffikus“ wird in diesem Jahr saniert. Dabei werden auch die Fassade, der Eingangsbereich und der komplette Innenbereich erneuert. Der genaue Baubeginn dafür ist noch offen. Für die Kosten der Arbeiten in Höhe von 238 000 Euro bekommt die Gemeinde ebenfalls Fördergelder.

Baustelle 4: Kürzere Wartezeiten am Bahnübergang Neugersdorfer Straße.

Der Eibauer Bahnübergang ist für seine langen Wartezeiten bekannt. Das liegt auch daran, dass die Schranken noch immer manuell betrieben werden. Die Deutsche Bahn hat sich darum jetzt an die Arbeit gemacht, das zu ändern. In Zukunft soll der Bahnübergang auf digitalem Weg funktionieren, was die Schranken effizienter werden lässt und somit auch die Wartezeit verkürzen soll. Laut Maik Wildner werden die Andreaskreuze sowie die Halbschranken dabei ebenso erneuert, wie das Stellwerk der Gleise. Nach Informationen des Bauamts hat die Bahn dazu bereits mit Arbeiten abseits der Straße begonnen. Im Verlauf des Jahres wird aber auch die Fahrbahn der Neugersdorfer Straße direkt am Übergang erneuert. „Eine Zeit lang wird es dort in diesem Jahr gesperrt bleiben“, sagt der Bauamtsleiter. Die letzten Arbeiten sollen dann spätestens im Oktober abgeschlossen sein. Kosten wird die Modernisierung des Bahnüberganges insgesamt 600 000 Euro, wovon die Gemeinde ein Drittel übernimmt, den Rest trägt die Bahn. „Wir bekommen das aber gefördert, also kommen wir am Ende bei null raus“, sagt Wildner.

Baustelle 5: Ein Fußweg an der Löbauer Straße am Kottmarsdorfer Berg.

Entlang der S 148 soll in Kottmarsdorf ein neuer Gehweg entstehen. Am Kottmarsdorfer Berg soll dieser ab Höhe der Lindenallee nach oben führen, wo bereits ein Fußweg vorhanden ist. „Der Kindergarten und die Markthalle sind dadurch leichter zu erreichen“, nennt Maik Wildner einige der Vorteile für die Kottmarsdorfer Bürger. Derzeit befindet sich die Gemeinde noch in Verhandlungen mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr, das für den Bau verantwortlich ist. Wann es losgeht, ist darum offen. Gleichzeitig mit den Arbeiten am Fußweg will der Abwasserzweckverband neue Kanäle an dieser Stelle verlegen. Veranschlagt sind insgesamt Kosten von etwa 140 000 Euro.

Baustelle 6: Instandsetzung der Straßen in den Ortsteilen.

150 000 Euro, schätzt Maik Wildner, wird die Gemeinde dieses Jahr für das Reparieren von Straßenschäden bekommen. Eine neue Richtlinie macht es möglich: Wo es zuvor Fördergeld für Winterschäden gab, gibt es ab sofort auch Geld, wenn Straßen durch Abnutzung zu reparieren sind. Wo und wann Kottmar dann auf den ortseigenen Straßen etwas flicken lässt, weiß der Bauamtsleiter noch nicht: „Im Februar bekommen wir Bescheid, was wir an Mitteln zur Verfügung gestellt bekommen“, sagt Maik Wildner.