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Wo ein Wille ist, fließt auch Wasser

Steffen Gerhardt über die Erschließung von Wilhelminenthal

© Montage: SZ-Bildstelle

Unter die ganze Freude, dass frisches Wasser nach Wilhelminenthal fließen wird, mischt sich bei Frau König auch ein wenig Trübsal. Sie wird das nicht mehr erleben, weil sie jetzt in Ullersdorf wohnt. Ihre „Viecher“ hat sie aber auf dem Hof und kommt sehr gern hierher. „Die Ruhe, die frische Luft und die Aussicht, wo hat man das schon?, fragt sie. Auch wenn sie weggezogen ist, sie macht sich keine Gedanken um die Zukunft von Wilhelminenthal. Denn ihr Hof wird einen neuen Besitzer finden.

In der Tat. In Niesky ist Baugrund knapp geworden und auch in Kodersdorf ist er nicht unendlich. Was bleibt, ist die Mitte zwischen beiden Kommunen. Hier ist noch Platz zum Bauen und Leben, wenn die Voraussetzungen stimmen. Die eine wird im kommenden Jahr mit der Trinkwasserleitung erfüllt. Hinter die zweite muss sich die Gemeinde Waldhufen klemmen, denn Wilhelminenthal liegt im Außenbereich. Dort darf bisher nur die vorhandene Bausubstanz genutzt und verändert werden. Aber vielleicht ist das auch gut so, um den ländlichen Charakter dieses Tales zu erhalten. Zehn Grundstücke gibt es, und einen Garten.

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