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Wo es im Garten am lautesten zugeht

Man hört sie schon von weitem. Ihr schrilles Kreischen kann selbst den benachbarten Zookasper für einige Augenblicke aus der Fassung bringen. Die Ara-Großvoliere besteht seit nunmehr zehn Jahren, und sie wird wohl für alle Zeiten die lauteste und bunteste Anlage des Dresdner Gartens bleiben.

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Von Heinz Fiedler

Man hört sie schon von weitem. Ihr schrilles Kreischen kann selbst den benachbarten Zookasper für einige Augenblicke aus der Fassung bringen. Die Ara-Großvoliere besteht seit nunmehr zehn Jahren, und sie wird wohl für alle Zeiten die lauteste und bunteste Anlage des Dresdner Gartens bleiben.

Ein Schaufenster, das dem Besucher den Alltag, der in den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas lebenden Papageien, hautnah vor Augen führt. Auf einer Grundfläche von 220 Quadratmetern sind fünf Ara-Arten untergebracht.

Spielerisch gewandte Bewegungen und Zank

Der Betrachter sieht die Gefiederten fliegen – das Objekt ist mit 3,50 Meter hoch genug – sieht die Tiere sich mit spielerisch gewandten Bewegungen die Zeit vertreiben oder einen lautstarken Zank austragen. Die größten Bewohner der Anlage, die drei Grünflügel-Aras mit einer Länge von etwa 90 Zentimetern setzen bei einer Auseinandersetzung auch mal ihren kräftigen Schnabel ein.

Aber im Wesentlichen geht es friedlich und gesittet zu, wie Diplombiologe Roland Brockmann kommentiert: „Die Vögel haben genügend Platz. Die Anlage ist mit einem künstlichen Hügel, Baumstämmen und einem Wasserbecken ausgestattet.“ Kleinere Arten sind unter anderem mit Hahnzwerg-Aras und Rotbug-Aras vertreten. Als einziger Nichtamerikaner ist ein Weißhaubenkakadu aus Indonesien in der Voliere mit Zuhause. Auf Nachzucht wird Wert gelegt, sagt Brockmann: „Wir verfügen hinter den Kulissen über fünf Zuchtvolieren. Die bisherigen Ergebnisse dieses Jahres – je ein Hyazinth- und Rotbug-Ara wurden mit Hand aufgezogen, ein Grünflügel-Junges wächst natürlich auf. Mit Nachwuchs können wir fast jedes Jahr rechnen.“

Zuckertüten in Dresdner Zoo ausgeteilt

Große Hitze war bekanntlich noch nie dazu angetan, viele Dresdner in den Zoo zu locken. Jüngster Beweis, die Glutwelle, die nun doch an Kraft zu verlieren scheint. Jedenfalls hat die zur Neige gehende Woche wieder deutlich mehr an Zuspruch gebracht. Brockmann sprach von täglich über 2 000 Gästen.

Mit der Tradition des Zuckertütenfestes wird auch diesmal nicht gebrochen. Am 31. August ist es soweit. Mehr dazu demnächst beim nächsten Zoobummel.