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Wo Frau Lauterbach Problemzonen sieht

Landtagsabgeordnete Kerstin Lauterbach kandidiert für die Wahl am 7. Juni. Und die Bewerberin der Linken hat sich einiges vorgenommen.

© Anne Hübschmann

Von Catharina Karlshaus

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Sie ist keine Unbekannte in der Röderstadt. Seit gut 30 Jahren wohnt die gelernte Verwaltungsfachangestellte in Großenhain und mischt seit Jahrzehnten unter anderem aktiv als Stadträtin in der kommunalen Politik mit. Am Montagabend nominierten Die Linken Kerstin Lauterbach nun als Kandidatin für die OB-Wahl.

Weshalb hat sich die 55-Jährige zur Kandidatur entschlossen?

Ermutigt habe sie ihr gutes Abschneiden bei den Kommunalwahlen im vergangenen Jahr. „Ich habe von den Großenhainern die meisten Stimmen aller Kandidaten bekommen und das hat mich bestärkt, einen Sprung ins Rathaus zu wagen“, sagt Kerstin Lauterbach. Eine verantwortungsvolle Tätigkeit, die sie sich aufgrund ihrer Berufserfahrung durchaus zutraue. Immerhin habe sie 20 Jahre lang im Landratsamt Meißen als Verwaltungsfachangestellte, unter anderem, im Jugendamt, gearbeitet und ist seit neun Jahren in der sächsischen Landespolitik aktiv. Als Vorsitzende des Petitionsausschusses und Familien-politische Sprecherin der Fraktion Die Linken im Sächsischen Landtag habe sie sich viele Kontakte innerhalb der Staatsregierung aufgebaut. Die Gesetzlichkeiten und Entscheidungsträger wären ihr geläufig. Kurzum: „Ich würde es wirklich gern machen und traue mir die Aufgabe durchaus zu.“

Was macht die Vertreterin der Linken so sicher, dass sie eine Chance hat?

Die Wahl des Oberbürgermeisters ist aus ihrer Sicht eine Personenwahl. Wie Kerstin Lauterbach betont, wolle sie innerhalb der Verwaltung ohnehin keine Parteienpolitik machen. Zwar solle entsprechend den Intensionen ihrer Fraktion ein sozialer Faden auch innerhalb ihrer Arbeit sichtbar werden. Im Vordergrund stünden bei der Wahl aber hoffentlich ihre Kompetenzen als Mensch. „Und da ich mich mit dem Haushaltplan genauso gut auskenne, wie mit der Jugend- und Sozialarbeit, den Interessen von Vereinen, Sportlern, Senioren, jungen Familien und auch dem Straßenbau, denke ich, es gibt eine gute Chance.“

Was wäre einer Oberbürgermeisterin Lauterbach wichtig?

Kommt darauf an, in welchen Bereichen: Während Kerstin Lauterbach der Verwaltungsspitze und ihren Mitarbeitern einerseits eine „sehr gute kontinuierliche Arbeit“ attestiert, würde sie andererseits doch einiges anders machen. So sei es ihr wichtig, das Eng

Was würde sie sofort nach ihrem Amtsantritt verändern?

Wichtig ist Kerstin Lauterbach nach eigenem Bekunden, das Ohr an den Großenhainern zu haben. So würde sie als eine der ersten Amtshandlungen einen Bürgerbeauftragten einführen. „Ich kenne das von anderen Bürgermeistern, die früh um 8 Uhr als Erstes in ein

Hat die Bewerberin ganz bestimmte

Visionen für die Zukunft?

Sie hat. Großenhain als Stadt in der Nähe von Dresden solle als Wohnstandort für junge und alte Leute rundherum attraktiv bleiben. „Und dazu brauchen wir einen starken Mittelstand und auch eine Willkommenskultur, die das Wohnen für jedermann erstrebenswer

Wie wird Kerstin Lauterbachs Wahlkampf aussehen?

Eine Tour durch Großenhain und die einzelnen Ortsteile sei bereits geplant, denn nur durch die intensiven Gespräche mit den Einwohnern könne sie erfahren, was ihnen wirklich auf der Seele brennt.

„Es wird einen Wahlkampfkalender geben und ich werde rechtzeitig bekannt geben, wo ich wann zu finden bin.“ Auf jeden Fall sei ihr wichtig, so Lauterbach, sich bereits jetzt einen Überblick über die Arbeit zu verschaffen und nicht erst nach der etwaigen gewonnenen Wahl.

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