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Wo Gröditz im nächsten Jahr investiert

Stadtkernsanierung, Umnutzung der Schwimmhalle, Straßenbau in Nauwalde – das sind nur einige der Vorhaben für das Jahr 2014.

Von Eric Weser

Gröditz hegt Pläne für 2014. Während in anderen Kommunen die Haushaltsentwürfe erst andiskutiert wurden oder noch gänzlich auf sich warten lassen, hat die Röderstadt ihren Etatentwurf für das kommenden Jahres schon ausgelegt. Die SZ hat einen Blick hinein geworfen.

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In welche Vorhaben investiert die Röderstadt im kommenden Jahr?

Die Kommune hat sich viel vorgenommen. Das mit Abstand wichtigste Investitionsprojekt ist die Sanierung des Stadtkerns, wohinter sich im Wesentlichen die Maßnahme Dreiseithof verbirgt. Dafür hat die Kämmerei im aktuellen Haushaltsplan über zwei Millionen Euro vorgesehen. Rund 286 000 Euro sind zudem für den Straßenbau in Nauwalde eingeplant. In dem Anfang des Jahres eingemeindeten Ort wird die Straße der Jugend saniert werden. Darüber hinaus will die Stadt drei neue Autos anschaffen. Darunter ein Staffellöschfahrzeug und ein weiteres Auto für die Feuerwehr. Kostenpunkt: insgesamt rund 100 000 Euro. Für einen Dienstwagen der Verwaltung soll auch Ersatz für etwa 25 000 Euro her. Viermal so viel Geld – 100 000 Euro – sollen dem Etat zufolge in die Umnutzung der Mitte 2013 geschlossenen Schwimmhalle fließen. In der gleichen Größenordnung wird in die Ausstattung des Dreiseithofes investiert, je 50  000 Euro in die Vereinsräume und in die Bibliothek, welche dort ihren Platz finden soll. Und auch die Kindereinrichtungen stehen in der auf der Investitionsliste. Für die Verschönerung der Außenanlagen der Kita Wirbelwind sind 55 000 Euro im Etat vorgesehen, für Spielplätze sind 12 000 Euro eingeplant. In den Erhalt der Straßenbeleuchtung will die Stadt 25 000 Euro investieren.

Woher kommt das Geld, das die Stadt Gröditz 2014 ausgibt?

Aus den Grundsteuern nimmt die Kommune 2014 nach den aktuellen Planungen ähnlich wie in diesem Jahr rund 670 000 Euro ein, die zu fast 98 Prozent aus der Grundsteuer B stammen. Die Stadtkämmerei rechnet 2014 zudem mit einem leichten Anstieg der Gewerbesteuern im Vergleich zu diesem Jahr. Während aktuell 3,6 Millionen Euro eingeplant sind, wird 2014 mit 4,1 Millionen kalkuliert. Dagegen sind die allgemeinen Schlüsselzuweisungen mit knapp 945 000 Euro im Vergleich zu den Vorjahren im Sinkflug. Dass an der Steuerschraube gedreht wird, müssen Gröditzer Grundstücksbesitzer und Unternehmer indes wohl nicht fürchten. Die Hebesätze stehen unverändert bei 300 Prozent (Grundsteuer A), 350 Prozent (Grundsteuer B) und 380 Prozent (Gewerbesteuer).

Wie steht Gröditz bei der kommunalen Verschuldung da?

Ähnlich wie andere Gemeinden schleppt auch Gröditz einen Berg Schulden mit sich herum. Ende 2012 waren es rund 4,84 Millionen Euro. Bis zum Ende des Haushaltsjahres 2014 will die Stadt weiter Schulden abbauen, sodass der Schuldenberg um mehr als eine halbe Million Euro auf dann noch 4,32 Millionen Euro abschmilzt.

Bürger können den Haushaltsplanentwurf noch bis Montag, 11. November, täglich zu den Öffnungszeiten des Bürgerbüros im Rathaus, Reppiser Straße 10, einsehen.