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Wo Hermsdorf 2015 investiert

Schwerpunkt ist die Schule. Hier wird für besseren Brandschutz gesorgt. Doch das Geld reicht noch für ein bisschen mehr.

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Von Regine Schlesinger

Die Erzgebirgsgemeinde Hermsdorf hat ihren Haushalt für 2015 beschlossen. Große Sprünge sind nicht drin. Aber es gibt klare Prioritäten. Für die Baumaßnahmen an der Schule hofft Bürgermeister Andreas Liebscher noch auf Fördermittel.

Schule wird fit gemacht für

das neue Unterrichtssystem

Nachdem der Wechsel zum jahrgangsübergreifenden Unterricht an der Grundschule beschlossene Sache ist und damit die kleine Schule wieder eine Zukunft hat, muss am Gebäude einiges getan werden. Vorrang hat die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes. In diesem Jahr soll der geforderte zweite Rettungsweg – eine Stahltreppe an der Rückseite des Gebäudes – geschaffen werden. Geplant sind die Arbeiten für die Sommerferien, damit zum Beginn des neuen Schuljahres die Treppe fertig ist. Die Kosten schätzt Bürgermeister Andreas Liebscher auf 50 000 bis 60 000 Euro. Damit ist es aber noch nicht getan. Auch im Gebäude sind Umbauten nötig. Rauchschutztüren müssen eingebaut und Wände versetzt werden. Für den kompletten Umbau fehlen der kleinen Gemeinde aber die nötigen Mittel. Sie hofft daher noch auf Fördermittel. Sonst könne es jedes Jahr nur in kleinen Schritten vorangehen oder es bleibt kein Geld für andere Aufgaben, erklärt der Ortschef.

Mehr Kinder brauchen

mehr Krippenplätze

Ein erfreulicher Umstand zwingt die Gemeinde jetzt zum Handeln. Es werden wieder mehr Kinder geboren. Die meisten brauchen aber früher oder später einen Platz in der Kinderkrippe. Für den soll in diesem Jahr gesorgt werden. Dafür wird der Hort vom Kindergarten in die Grundschule umziehen. Durch diese Umstrukturierung gewinnt die Gemeinde im Kindergarten den nötigen Raum für weitere Krippenplätze. Von etwa sechs Plätzen ist derzeit die Rede. Geplant ist, das Erdgeschoss des Kita-Gebäudes komplett für die Kinder im Krippenalter vorzuhalten, während die Kindergartengruppen auf die anderen Etagen verteilt werden. Derzeit verfügt die Einrichtung über insgesamt 97 Plätze, inklusive der Plätze für die Hortkinder.

Sanierte Wohnungen finden

schneller neue Mieter

Rund 8 000 Euro will die Gemeinde in diesem Jahr in die Werterhaltung ihres kommunalen Wohnraums stecken. Zu dem gehören insgesamt elf Wohnungen. Dabei geht es vor allem um die Fassadensanierung. Für ordentlich sanierte Wohnungen finden sich auch auf dem Erzgebirgskamm Mieter. Diese Erfahrung hat die Gemeinde erst kürzlich gemacht. Wie der Bürgermeister berichtet, wurde eine der kommunalen Wohnungen komplett saniert, einschließlich des Bades. Inzwischen sind junge Leute dort eingezogen.

Holperpisten sollen

repariert werden

Die Gemeinde hat von einem Nachschlag, den den Freistaat 2013 für die Beseitigung von Winterschäden an Straßen ausgeteilt hat, Geld übrig. Das soll in diesem Jahr in die Reparatur von kommunalen Nebenstraßen fließen. Für komplette Fahrbahnerneuerungen reicht es nicht.

Tourismusort braucht

ordentliche Ausschilderung

Teils mit eigenen Mitteln, teils auch mit der Unterstützung der Gemeinde will der Fremdenverkehrsverein schrittweise die Beschilderung der Wanderwege um Hermsdorf erneuern. In den letzten Jahren hat der Verein unter anderem bereits für neue Sitzgruppen gesorgt.