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Wo Kamellederschuhe mit Schnitzwerk und Schals logieren

Barbara Haupt eröffnet heute ein Geschäft mit Waren aus Israel, Nepal und Äthiopien. Verkaufen will sie aber vor allem Glück.

Von Anja Beutler

Nichts in Barbara Haupts neuem Laden in der Herrnhuter August-Bebel-Straße ist einfach nur eine Ware: „Hinter den Dingen stecken Projekte und Patenschaften, um den Menschen vor Ort zu helfen“, sagt die energievolle Frau, die jetzt an der alten Adresse des Mongoleiladens ein neues Geschäft eröffnet. Hier finden sich israelische Kamellederschuhe, koscherer Wein oder Bier genauso wie geschnitzte Tiere aus Äthiopien oder auch feine Nepal-Schals oder Handy- und Tablett-PC-Hüllen aus Filz. Es sind besondere, aber hochwertige und in Handarbeit hergestellte Dinge, die über Hilfsprojekte finanziert werden.

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Deshalb verkaufe sie eigentlich Glück – und zwar im doppelten Sinne. Denn der Name des Ladens Mazel Tov ist auch ein Glücks- und Segenswunsch. In diesem Falle eben nicht nur für die Käufer, sondern auch für diejenigen, denen das Geld dann am Ende zugutekommt.

Was genau im Angebot sein und bleiben wird, müsse sich erst zeigen, sagt Frau Haupt. Da wolle sie ihre Kunden erst kennenlernen. Ganz unerfahren ist sie in den Dingen zwar nicht – aber die Waren des Mongoleiladens, den sie an gleicher Stelle zuvor betrieben hat – sind schon ein bisschen anders. Abgesehen davon, soll aber das kleine Geschäft mit den blaugetünchten Wänden auch ein Treffpunkt werden. „Wir planen öfter Veranstaltungen anzubieten“, sagt Barbara Haupt. Dabei soll es den zwanglosen Treff ebenso geben, wie Infoabende über die Länder, aus denen die Waren kommen, betont sie. Und natürlich werden auch Gäste da sein, die von den Projekten oder auch der Lage vor Ort in ihrer Heimat berichten.

Die Waren im Laden selbst bezieht Frau Haupt mit ihren ehrenamtlichen Helfern übrigens auch aus der unmittelbaren Umgebung: Elisabeth Huck, die aus Nepal stammt und jetzt im Ortsteil Strahwalde wohnt, freut sich über die neue Chance, ihre Schals und Filzsachen nun hier an fester Anlaufstelle anbieten zu können. Und der Kaffee aus dem Mazel Tov stammt zwar aus Sidamo – wird aber in Ebersbach geröstet.