merken
PLUS

Wo kann gespart werden?

Die Idee, ein Domizil für die Bibliothek und einen Vereinsraum zu schaffen, ist gut. Nur die Kosten sind zu hoch.

Von Sylvia Mende

In den letzten Jahren ist die Bibliothek mindestens viermal umgezogen. Im nächsten Jahr soll damit Schluss sein.

Arbeit und Bildung
Alles zum Berufsstart
Alles zum Berufsstart

Deine Ausbildung finden, die Lehre finanzieren, den Beruf fortführen - Hier bekommst Du Stellenangebote und Tipps in der Themenwelt Arbeit und Bildung.

Der sogenannte Verbinder, der sich zwischen der Turnhalle und der alten Schule befindet, soll energetisch saniert und umgebaut werden (DA berichtete). Das ist nach dem Abriss des alten Schulgebäudes möglich. Entstehen sollen im unteren Bereich Räume für die Bibliothek und eine Etage darüber ein Dorfgemeinschaftsraum. Dieser Idee stimmten die Gemeinderäte mehrheitlich zu. Nur bei den Kosten wurde diskutiert. Der Umbau soll nach einer ersten Schätzung 511 000 Euro kosten. Gibt es Fördergeld, beträgt der Anteil, den die Gemeinde zu tragen hat, 221 000 Euro. „Das ist viel Geld in Zeiten knapper Kassen. Wir können uns diese Summe nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln“, so Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). So hätten das auch einige Gemeinderäte gesehen. Die beauftragten die Verwaltung und das Architekturbüro Zache damit, nach Möglichkeiten der Einsparung zu suchen. „Der Idee, das Ensemble des Kinder- und Bildungszentrums fertigzustellen, sind die Räte gefolgt, zumal es sowieso notwendig ist, einen Eingangsbereich zur Turnhalle zu schaffen“, so Schilling. Nach dem Abriss muss zunächst erst einmal der Giebel gesichert werden. Erst dann ist ein Umbau möglich.

„Sowohl die Bibliothek als auch der Dorfgemeinschaftsraum benötigen größere, freie Flächen. Zum einen zur Belichtung und zum anderen, um die gewünschte Barrierefreiheit zu gewährleisten“, sagte Oliver Zache, Geschäftsführer des gleichnamigen Architekturbüros. Keiner möchte heute mehr in ein kleines dunkles Kämmerlein geschickt werden. Beide Räume benötigen eine entsprechende Atmosphäre, sollen die Besucher zum Lesen oder zum Aufenthalt einladen. Um dies zu erreichen, müssen die bestehenden Zimmer entkernt werden. Das heißt, nichttragende Wände werden entfernt und Unterzüge eingezogen.

Der Auftrag zum Abbruch der Schule und den Aufbau des dadurch fehlenden Giebels sollte eigentlich auch zur Ratssitzung vergeben werden. Doch dieser Beschluss wurde verschoben, da die Prüfung des Ausschreibungsergebnisses durch den Planer noch fehlte. „Wir haben aber ein gutes Ergebnis erzielt, das unter dem geplanten Budget liegt“, sagte der Bürgermeister. Abriss und Umbau sollen im nächsten Jahr realisiert werden.