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Wo Kinderlachen zum Kaffeeduft passt

Jan Zimmermann hat bisher Cocktails gemixt. Jetzt eröffnet er an der Grundstraße in Dresden Bühlau ein Familiencafé mit Bio-Gerichten.

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Von Kay Haufe

Die letzten Tage waren hart. Stundenlang hat Jan Zimmermann Wände und Tafeln gestrichen, Stühle ausgepackt und Geschirr eingeräumt. Denn bis zum Sonnabend musste sein neues Café fertig eingerichtet sein. An diesem Tag eröffnete der 31-Jährige Familie, Freunde und Bekannte, das „Luk“ auf der Grundstraße 174 mit einem kleinen, inoffiziellen Fest. Seit gestern steht es auch allen anderen Interessenten wochentags von 10 bis 18 Uhr offen.

Zimmermann will im ehemaligen „Bauchladen“ unter der Hebammenpraxis Bühlau künftig Frühstück, Mittagessen und Kaffeetrinken in Bio-Qualität anbieten. Die Produkte bezieht er alle aus einem Umkreis von 150 Kilometern. Brot, Gebäck und Kuchen bäckt seine Köchin selbst. „Wir legen jede Woche eine neue Karte mit drei, vier Standard- und ebenso vielen wechselnden Mittagsgerichten auf“, sagt Jan Zimmermann. Zudem gibt es verschiedene Frühstücksangebote vom Obstsalat über Müsli bis zum Spiegelei. Auch für Kinder soll es spezielle Gerichte geben. Denn die möchte Zimmermann ebenso als Gäste begrüßen wie junge Mütter, Familien und die Gewerbetreibenden aus der Gegend. „Früher war der Gästekreis sehr auf Mütter begrenzt“, sagt der aus Thüringen stammende Unternehmer. Er will eine viel breitere Gästeschicht ansprechen.

Damit sich auch alle gleichermaßen wohlfühlen, hat er für die jüngsten Besucher eine großzügige Spielecke eingerichtet. In ihr können die Mädchen und Jungen die Wand bemalen, mit Salzteiggebäck im Kaufmannsladen spielen oder Bücher anschauen. „Der Bereich ist nicht vom Gastraum abgegrenzt, so dass die Kinder ständig hin- und herwechseln können“, sagt Zimmermann. Dennoch sollen die anderen Gäste ihren Kaffee weitgehend ungestört genießen können.

Zimmermann will mit der Café-Eröffnung auch mehr Zeit für seine beiden Söhne haben. Denn bisher ist er als selbstständiger Barkeeper vor allem abends und nachts unterwegs. Sein Großer Luk, nach dem er das Café benannt hat, hat bereits Vorschläge für die Einrichtung der Kinderecke gemacht. „Ich möchte natürlich auch hören, was die Gäste gern noch auf der Karte vermerkt hätten“, sagt Zimmermann. Wenn er jetzt die Speisen serviert, ist dafür Gelegenheit.