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Wo man Schall fühlen kann

Kindermuseum. Klettern, ausprobieren und anfassen ist ausdrücklich erlaubt in der Ausstellung.

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Von Siiri Klose

Laura hat sich vervielfältigt: Sechs-mal zählt sich das Mädchen im Spiegellabyrinth. Das muss sie gleich noch einmal in dem Prinzessinnenkleid versuchen. Oder lieber mit der Krokodilsmaske?

In der Ausstellung für Kinder im Deutschen Hygienemuseum werden Kinder überall zum Mitmachen animiert. Sie sollen in Tunnel krabbeln, sich verkleiden, nach Gegenständen tasten, an weißen Würfeln riechen. Es geht ums Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Tasten, um Augen, Ohren, Nase, Zunge und Haut, und es geht um jede Menge Abwechslung beim Erkunden der Exponate.

Dabei verliert das Museum nie aus den Augen, dass hier vor allem Wissen transportiert wird: Wie sehen Nervenzellen aus? Warum sehen wir manchmal nur schwarz-weiß? Wie funktionieren die Gehörknöchelchen? Mit einem Faltblatt in der Hand, in dem zu jedem der fünf Sinnesorgane ein paar Aufgaben gestellt werden, kann jedes Kind auf Erkundungstour durch die Ausstellung gehen, über riesige Klaviertasten springen, vom Ausguck die anderen mit dem Fernglas beobachten, in ein schwarzes Loch rutschen, das mit eigenartigen Dingen gefüllt ist. Die dazugehörigen Erklärungen an den Exponaten sind leicht zu verstehen.

Und die Eltern? Die können so lange die Mythos Dresden-Ausstellung besuchen. Oder die Dauerausstellung, die genauso zum Ausprobieren einlädt.

Ferienangebote: Eine Entdeckungsreise mit dem Mikroskop im Gläsernen Labor am 8., 9. und 11. August, 10 Uhr (12-14 Jahre);

Herrschaftszeiten – Führung durch „Mythos Dresden“ mit anschließendem Gestalten geheimnisvoller Machtsymbole (6-12 Jahre) vom 25. Juli bis 1. September, 10.30 Uhr;

Familienführung durch „Mythos Dresden“ am 23. Juli, 6. und 20. August, 3. September, 15 Uhr.

Deutsches Hygienemuseum Dresden, Lingnerplatz 1, Tel.: 0351/4 84 66 70; www.dhmd.de