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Wo Meißens Polit-Prominenz urlaubt

Die meisten Politiker des Landkreises bleiben in der Heimat oder sogar zu Hause. Einige bereiten sich schon auf ein recht großes Ereignis vor.

Der Moritzburger und Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) mag es sportlich in seinem Urlaub. Er radelt mit Familie auf dem Elberadweg entlang. Hier ist er auf einer Fähre während der Tagesetappe von Torgau nach Wittenberg.
Der Moritzburger und Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) mag es sportlich in seinem Urlaub. Er radelt mit Familie auf dem Elberadweg entlang. Hier ist er auf einer Fähre während der Tagesetappe von Torgau nach Wittenberg. © Instagram

Meißen.  Etwa 80 Prozent der Sachsen verbringen ihren Urlaub zu Hause oder im Inland. Das sagte Landtagspräsident Matthias Rößler sächsische.de mit Blick auf eine neue Umfrage der Staatsregierung. Er zählt sich selbst zu dieser Mehrheit, urlaubt gerade an der Ostsee. Etwa 13 Prozent fahren ins europäische Ausland und der kleine mutige Rest noch weiter weg. Corona hat die Urlaubspläne auch der Landkreis-Politiker durcheinandergewirbelt. Sächsische. de wollte es genauer wissen und fragte die Meißner Politprominenz, wo genau sie Urlaub macht, was anders ist als in den Jahren zuvor, und was danach für sie ansteht.

Elke Siebert, Landratskandidatin der Grünen und der SPD

Raus ins Grüne - urlaubt im Ferienhäuschen.
Raus ins Grüne - urlaubt im Ferienhäuschen. © Arvid Müller

Wir fahren regelmäßig in das Ferienhäuschen meiner Eltern. Es liegt idyllisch im Muldental direkt an einem Steinbruch. Seit ich Kind bin, bin ich regelmäßig dort und wohl auch wegen der vielen schönen Erinnerungen liebe ich den Ort. Anzukommen und das Tor aufzuschließen – damit beginnt die dreiwöchige Erholung. 

Charlotte Meentzen
Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint
Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Da möchte ich nichts tun (das gelingt mir ungefähr einen Tag lang), lesen, in die Natur gehen, Ausflüge in die Umgebung unternehmen und vor allem mit der Familie Zeit verbringen. Es liegen hinter uns, wie hinter allen, herausfordernde Monate mit Home-Schooling und einer völlig veränderten Arbeits- und Lebenssituation sowie ein Umzug. Deshalb wollen wir mit unserem Urlaub einen bewussten Kontrapunkt zum alltäglichen, terminreichen Leben setzen. Wir reisen mit vielen Büchern an, wovon eins ein Familien-Buch ist, das wir abends abwechselnd und gemeinsam lesen. Welches Buch es dieses Jahr sein wird, steht noch nicht fest, aber „Kurze Antworten auf große Fragen“ von Stephen Hawking steht hoch im Kurs. 

Nach dem Urlaub steht ganz oben natürlich der Wahlkampf. Darauf freue ich mich richtig. Ich möchte mit den Bewohnerinnen und Bewohnern unseres Landkreises ins Gespräch kommen, ihnen meine Schwerpunkte für die Arbeit als Landrätin vorstellen und mit ihnen in den Austausch kommen. Privat hoffe ich, für meine Eltern eine altersgerechte Wohnung in unserer Umgebung zu finden und einen weiteren Umzug in diesem Jahr zu stemmen. 

Thomas de Maiziere, CDU-Bundestagsabgeordneter

Kultur muss sein - eine Woche in Italien.
Kultur muss sein - eine Woche in Italien. © Arvid Müller

Unsere Urlaubspläne haben sich durch Corona nicht wesentlich verändert. Wir hatten in diesem Jahr ohnehin nur einen kurzen Urlaub geplant, insbesondere weil wir Anfang des Jahres einen Urlaub in die weite Welt gemacht hatten. Wir sind für eine Woche in Italien und sehen mit großem Respekt, wie umsichtig die Italiener mit allen Corona-Auflagen umgehen. Da fühlen wir uns sehr sicher.

Den Rest des Sommers verbringe ich in diesem Jahr im Garten und mit der Arbeit an der Aufgabe, die mir die Bundesregierung gestellt hat: Gemeinsam mit neun weiteren Personen eine Empfehlung für die weitere NATO-Strategie bis Anfang Dezember dieses Jahres zu erarbeiten.

Ralf Hänsel, Landratskandidat der CDU

Wenig Zeit - trotzdem mal nach Österreich.
Wenig Zeit - trotzdem mal nach Österreich. © Claudia Hübschmann

Dieses Jahr mache ich kürzer Urlaub. Wir fahren nächste Woche für ein paar Tage nach Österreich in ein Familienhotel. Ich muss mal tief Luft holen, denn  der Wahlkampf um das Landratsamt wird viel Kraft kosten. Wir haben ein breit aufgestelltes Team mit vielen Unterstützern gebildet und bereiten uns alle darauf vor.  Ich bin bereit dafür und freue mich darauf.

Janet Putz, 1. Beigeordnete

Statt Fernreise bleibt sie zu Hause.
Statt Fernreise bleibt sie zu Hause. © Claudia Hübschmann

Wir bleiben während unserem zweiwöchigen Urlaub in den Sommerferien zu Hause und werden Ausflüge in- und außerhalb des Landkreises Meißen unternehmen und auch einfach mal die Füße hochlegen. Ich wünsche mir, dass ich nach den letzten besonders anspruchsvollen Monaten gemeinsam mit meiner Familie während des Urlaubs etwas zur Ruhe kommen kann. Für dieses Jahr war das anders geplant. Aber schon zu Beginn der Corona-Pandemie haben wir in der Familie erkannt, dass aus unseren Fernreise-Plänen realistischerweise nichts wird.  

Nach dem Urlaub geht es hoffentlich gut gestärkt in den (Spät)Sommer und Herbst. Wir verabschieden am 31. August unseren Landrat Arndt Steinbach. Und dann steht die Übergangszeit bis zur Wahl bzw. bis zum Dienstantritt des neuen Landrates bzw. der neuen Landrätin an.

Geert Mackenroth, CDU-Landtagsabgeordneter

Macht auch home holiday.
Macht auch home holiday. © KDB

Urlaub 2020? Fällt schlicht aus. Fernreisen sind für uns als Angehörige der Risikogruppe nichts, die Ostsee ist uns zu voll. Also home holiday: Sachsen weiter erkunden, per Auto oder Fahrrad, ein bisschen Erzgebirge, ein bisschen Vogtland, ein bisschen Lausitz und ganz viel Meißen. Das wird wunderbar.

Geert Mackenroth, CDU-Landtagsabgeordneter: Und dann ist da ja noch der heraufziehende Landratswahlkampf: Ich will mich in das Vorbereitungsteam einbringen, unseren Kandidaten Ralf Hänsel unterstützen und einen ordentlichen Wahlkampf organisieren helfen, damit unser Kreis noch schöner wird und weiter vorankommt. Nach den Ferien arbeite ich weiter an meinen guten Vorsätzen. 

Arndt Steinbach, Meißner Landrat

Er macht gar keinen Urlaub.
Er macht gar keinen Urlaub. © Claudia Hübschmann

Durch meinen Wechsel nach Berlin fällt der Urlaub in diesem Sommer aus.

Marco Müller, OB von Riesa

Wandern in Südtirol.
Wandern in Südtirol. © Lutz Weidler

Als große Südtirol-Fans genießen wir die Gastfreundlichkeit und Bodenständigkeit der Südtiroler im Pustertal - und natürlich die gute Küche. Beim Wandern in den Bergen können wir abschalten und Kraft tanken. Zwar ist unser Sohn auch gerne am Strand, diesmal haben wir der Ostsee aber die Ruhe der Berge vorgezogen. Ein Abstecher zum Gardasee ist aber eingeplant. Nach dem Urlaub heißt es dann wieder, mit ganzer Kraft die begonnenen Projekte fortzusetzen: Wir wollen unsere Baumaßnahme Auenwaldstraße pünktlich abschließen, die Sanierung unserer Schwimmhalle soll in diesem Jahr fertiggestellt werden und unser Schulbau in Merzdorf soll weiter vorankommen.

Thomas Kirste, AfD-Landratskandidat

Urlaub in Kiew und Odessa.
Urlaub in Kiew und Odessa. © Claudia Hübschmann

Dieses Jahr werde ich Urlaub in Kiew machen. Von da soll es weiter nach Mariopol und Odessa gehen. Zu den Vorjahren sehe ich keinen Unterschied. Sicherlich wird es Änderungen durch die Covid-19-Beschränkungen geben. Für mich ist dies aber weniger wichtig, da der Aufenthalt mehr in der Natur als in Touristengebieten mit großen Menschenansammlungen stattfinden soll. Die Ruhe brauche ich, um für den anstehenden Landratswahlkampf volle Energie zu haben. Zwei Wochen müssen aber reichen. Es gibt viel für den Wahlkampf zu organisieren. Wir dürfen auf einige hochkarätige Gäste gespannt sein. Die Plakate und Banner werden wohl noch diese Woche in den Druck gehen, sodass wir pünktlich beginnen können. Wir haben das erste Mal in Deutschland die Chance, einen AfD-Landrat zu stellen und diese werden wir mit voller Kraft nutzen.

Matthias Rößler, Präsident des Sächsischen Landtages

An der Ostsee und dann im eigenen Landkreis Meißen.
An der Ostsee und dann im eigenen Landkreis Meißen. © dpa/Sebastian Kahnert

Ich bin  jetzt eine Woche auf Usedom in Ahlbeck. Eigentlich  wollten wir ja nach Kreta fliegen, haben das aber dann wegen Corona  doch lieber unterlassen. Unser kleines regionales Reisebüro hat uns eine Reise an die Ostsee als Alternative vorgeschlagen. Damit gehören wir zu den 80 Prozent der Deutschen, die ihren Urlaub zu Hause oder im Land verbringen. Nächste Woche radeln wir eine Woche lang - vor allem durch den schönen Landkreis Meißen.

Frank Richter, Landtagsabgeordneter der SPD

Fährt in die Altmark. Der Ruhe wegen.
Fährt in die Altmark. Der Ruhe wegen. © Claudia Hübschmann

Meine Frau und ich, wir werden uns wie schon im vergangenen Jahr aufs Fahrrad schwingen. Urlaub ist in den ersten zwei Wochen im August. Es geht in die Altmark. Dieser Landstrich ist reizvoll und flach. Das kommt uns entgegen, weil wir zwar gerne Fahrrad fahren, aber auch angesichts unseres Alters nur noch bei mittelmäßiger Kondition sind. Ich freue mich vor allem auf die vielen romanischen Bauwerke. Man spürt die Weite des Landes und die Tiefe der Geschichte. Stendal, Tangermünde und vor allem Salzwedel haben es uns schon im vergangenen Jahr angetan. Und in den Nächten ist es so still, wie man es im verkehrsreichen Elbtal nur selten erlebt. Guter und tiefer Schlaf - eine Wohltat!

Nach dem Urlaub werde ich mich nach Kräften einsetzen für Elke Siebert, die Kandidatin für das Amt der neuen Landrätin. Ich halte sie für bestens geeignet. Außerdem freue ich mich auf einen neuen Mitarbeiter in meinem Bürgerbüro im Triebischtal. Bernd Mönch beginnt am 1. August. Mit ihm gemeinsam will ich u. a. recherchieren, ob man etwas und wenn ja, was man tun kann, gegen die von der Firma Schaumaplast in Nossen ausgehende Geruchsbelästigung. 

Olaf Raschke, OB von Meißen

Macht Tagesausflüge in der Region, auch mit dem Motorrad.
Macht Tagesausflüge in der Region, auch mit dem Motorrad. © Claudia Hübschmann

Wir machen je eine Woche noch im Juli und im August Urlaub. Wir bleiben in diesem Jahr in der Heimat und bereisen die Region mit unterschiedlichen Tagesausflügen: per Rad, Motorrad oder wandernd. Als großes Nach-Urlaubs-Projekt steht vor uns die Entwicklung des Schulstandortes am Gymnasium Franziskaneum. Dort sollen ein neues Gebäude und eine Sporthalle entstehen. 

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