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Drei neue Wohngebiete in Neukirch

Die Gemeinde will wachsen. Deshalb schafft sie Platz für Eigenheime – und plant noch mehr.

Neukirchs Bürgermeister Jens Zeiler vor dem Rathaus. Er will die Voraussetzungen schaffen, damit die Einwohnerzahl der Gemeinde über 5.000 bleibt. Dafür setzt er auch auf den Wohnungsbau.
Neukirchs Bürgermeister Jens Zeiler vor dem Rathaus. Er will die Voraussetzungen schaffen, damit die Einwohnerzahl der Gemeinde über 5.000 bleibt. Dafür setzt er auch auf den Wohnungsbau. © Archivfoto: Steffen Unger

Neukirch. Bürgermeister Jens Zeiler (CDU) hat die Linie vorgegeben: 5.000 plus  strebt er für die Gemeinde Neukirch an. Gemeint ist in diesem Fall die Einwohnerzahl. Die Oberland-Gemeinde, in der aktuell reichlich 5.000 Menschen leben, will diesen Wert halten - und durch Zuzug möglichst erhöhen.  Auch dafür werden in diesem Jahr drei neue Wohngebiete erschlossen. 

Schenkenweg: Platz für 15 Eigenheime

Am Schenkenweg, mitten im Dorf, will die Gemeinde nach Ostern beginnen, einen neuen Eigenheimstandort zu erschließen. Dort  werden die Voraussetzungen geschaffen, damit 15 Eigenheime gebaut werden können. Die künftigen Bauherren können wählen zwischen Grundstücken, die 750 bis 1.500 Quadratmeter groß sind.

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Inzwischen gibt es auch einen Namen für das neue Wohngebiet,  sagt Jens Zeiler. Es soll "Am Valtenberg" heißen - in Anlehnung an die Neukircher Oberschule, die nicht weit davon entfernt ist und den gleichen Namen trägt. 

Mit der Erschließung beauftragt wurde  das Unternehmen Straßen- und Tiefbau Seidel aus Kamenz. Die Gemeinde investiert rund 655.000 Euro. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Erschließungsarbeiten bis zum Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein.

Noch im März will die Gemeinde in die Vermarktung gehen und die Baugrundstücke ausschreiben. Verkauft wird  aufgrund der neuesten Gesetzgebung gegen Gebot,  wobei die Gemeinde einen Mindestpreis festlegen wird. Wie hoch der sein wird, steht noch nicht fest. "Wir sind  in der Endkalkulation", sagt der Bürgermeister. Er ist sich sicher, dass die Grundstücke rasch verkauft werden. "Es gibt bereits  zahlreiche Anfragen." 

Bönnigheimer Ring: Hochwertige Mietwohnungen

Am Bönnigheimer Ring werden in diesen Tagen zwei Bautafeln aufgestellt, denn es gibt gleich zwei große Projekte, die eine Immobilienfirma aus Bautzen dort verwirklichen möchte.  Auf einer Wiese links in Richtung Gewerbegebiet möchte sie als erstes sieben Reihenhäuser errichten. Jedes dieser Häuser wird über eine Wohnfläche von rund 140 Quadratmetern verfügen, sagt Jens Zeiler. Der Investor möchte die Häuser vermieten. 

Die Wiese gegenüber soll mit Mehrfamilienhäusern bebaut werden. Moderne  Wohnungsgrundrisse, große Fenster,  Balkone,  Keller und Aufzug - gebaut wird barrierefrei und damit alters- beziehungsweise behindertengerecht. Drei Häuser mit jeweils sechs Wohnungen sollen fürs Erste entstehen. Bis zu vier weitere Gebäude  könnten nach dem gegenwärtigen Planungsstand noch errichtet werden. Angeboten werden Zwei-, Drei- und Vierraumwohnungen mit Größen zwischen 64 und 107 Quadratmetern.  

Neukirch setze mit diesem Angebot auf hochwertigen Mietwohnungsbau, sagt der Bürgermeister.  Bereits vor einigen Jahren hatte Jens Zeiler festgestellt, dass es im Ort zu wenige Mietwohnungen mit hoher Ausstattung gibt. Das soll sich ändern. Jens Zeiler hat dabei auch die wirtschaftsstarken Neukircher Industriebetriebe im Blick, die gute Jobs anbieten und somit auch für Fachkräfte von außerhalb attraktiv sind. Mit einem hohen Wohnstandard wolle man Familien Perspektiven in der Gemeinde eröffnen, sagt er. 

Zur Höhe der künftigen Mieten liegen noch keine Aussagen vor. Der ortsübliche Mietpreis für vergleichbare Angebote liegt nach Angaben der Gemeindeverwaltung  zwischen 6,50 und 7,50 Euro pro Quadratmeter. 

Weberweg: Vier Baugrundstücke für Neu-Neukircher

Am Weberweg, ebenfalls in der Ortsmitte, verkaufte die Gemeinde kürzlich vier Baugrundstücke, überwiegend an Familien, die nach Neukirch ziehen und im Ort bauen möchten. Aktuell ist dort ein weiteres Baugrundstück von reichlich 900 Quadratmeter ausgeschrieben. Das Mindestgebot liegt bei  42,50 Euro pro Quadratmeter.   Früher befand sich auf dieser Fläche eine Kindertagesstätte. Sie wurde im Jahr 2010 mit  Fördergeldern abgerissen. Nach zehn Jahren darf das Grundstück nun bebaut werden. 

Drei weitere Baugrundstücke hat die Gemeinde zum Verkauf ausgeschrieben: zwei am Dammweg, der sich ebenfalls in zentraler Ortslage befindet, und ein Grundstück an der Steinhübelstraße nahe des Ortseinganges aus Richtung Putzkau. 

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