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Wo sind die Bauleute geblieben?

Nach dem ersten Spatenstich für den Turnhallenanbau rückte die Baufirma zwar an. Jetzt ist sie aber weg.

Von Anja Weber

Die Erweiterung der Stolpener Schulturnhalle ist das teuerste Vorhaben, welches die Stadt in ihrem Investitionsplan hat. Ein Vorhaben, das lange, über 13 Jahre, in der Rathausschublade schlummern musste. Deshalb war das Interesse der Lehrer, Schüler und auch Vereinsmitglieder groß, als am 6. März Architekten, Baufirma und Verwaltung zum Spaten griffen, um den Auftakt für das Bauvorhaben zu geben.

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In den dann folgenden Wochen wurde auch gebaggert und Erde beiseite geschoben. Zwischen der Oberschule und der jetzigen Turnhalle klafft ein Loch, das je nach Wetter wie ein kleiner See oder auch wie ein unbestelltes Feld aussieht. Und jetzt fragen natürlich die Stolpener nach, was wird aus der Baustelle?

Es kursieren gar Gerüchte über einen Baustopp. Die allerdings dementiert Bürgermeister Uwe Steglich (FDP). Es gebe keinen Baustopp. Die Drainage sei gelegt und derzeit würden die ersten Elemente für den Hochbau gegossen. Das erfolge nicht vor Ort. „Die Teile werden in einem Betonwerk hergestellt. Sind sie gegossen, müssen sie erst aushärten“, sagt der Bürgermeister. Im Juni soll dann der Hochbau starten. An der Baugrube selbst sollen die Grundleitungen verlegt werden. Danach solle dann alles auch ganz zügig vorangehen.

Insgesamt 3,7 Millionen Euro wird die Erweiterung und die anschließende Sanierung der Schulsporthalle an der Pirnaer Landstraße kosten. Der Freistaat unterstützt das Vorhaben finanziell. Aber 2,3 Millionen Euro sind Eigenmittel der Stadt. Um das größte Bauprojekt, welches Stolpen seit Jahren begleitet, finanzieren zu können, musste die Stadt einen Kredit aufnehmen und damit eine erhebliche Neuverschuldung in Kauf nehmen. Dass sie das kann, hat das Landratsamt bereits bestätigt. Und im neuen Haushaltsplan sind die Eigenmittel gesichert.

Gebaut wird in zwei Abschnitten. So haben es die Architekten gemeinsam mit dem Stolpener Bauamt ausgearbeitet. Das ist praktisch, weil zum Beispiel die Haustechnik im Erweiterungsbau, der zwischen Schule und Turnhalle entstehen soll, untergebracht werden kann. Damit entstehen Freiräume in der Halle. Bevor im Erweiterungsbau aber Schulsport getrieben werden kann, müssen in den nächsten Monaten erst einmal die Bauarbeiter ran. Bis die alte Halle saniert und der Anbau komplett fertig ist, dürfte einige Zeit vergehen. 2017 sollen die Bauleute wieder abrücken.