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Wo Tiere Weitsprung machen

Tagesgespräch mit Matthias Buchwald

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Königshainer Berge, Rotstein, Schwarzer Berg, Schöpstal – das alles ist in den vergangenen Jahren schon beim Wandertag abgelaufen worden. Was hat denn der Berzdorfer See heute Besonderes zu bieten?

Ich habe mir vier unterschiedliche Strecken von zwölf bis 32 Kilometern Länge ausgesucht. Auch wenn beim Besuchertag im Juni immer viele Leute dort unterwegs waren, gibt es Neues zu entdecken. Die wenigsten werden zum Beispiel die Weitsprunggrube der Tiere kennen.

Was ist das denn?

Da gibt es eine Sandgrube und Balken, wo markiert ist, wie weit beispielsweise Rehe, Füchse und Hasen springen können. Weitgehend unbekannt dürfte auch der „1,50-Euro-Weg“ sein. Das ist eine Treppenanlage in einer Halde, die den Berzdorfer See mit dem Schwarzen Berg verbindet. In den vergangenen Monaten hat das Areal eine erhebliche Aufwertung erfahren, weil eben viele markante Punkte geschaffen wurden und das Wegenetz erheblich ausgebaut wurde. Dazu gehört auch der neue Golfplatz.

Ohne Erklärungen auf der Strecke dürfte es aber schwer fallen, all die Sehenswürdigkeiten zu finden und zu deuten.

Dafür bekommt ja jeder Wandertag-Teilnehmer, der sich zwischen 8 und 11 Uhr am Startpunkt einfindet, eine ausführliche Wegbeschreibung mit. Dann ist Verlaufen nahezu ausgeschlossen und alle anzusteuernden Punkte, wo es die Kontroll-Stempel gibt, sind zu finden. Die Routen führen übrigens nur über gut befestigte Wald-, Wiesen- und Wirtschaftswege. Querfeldein-Experimente sind nicht vorgesehen. Außerdem hat gerade die Gemeinde Schönau-Berzdorf viel für eine gute Beschilderung und Markierung getan.

Wie kann man dem Hungergefühl vorbeugen, wenn man drei bis zehn Stunden per pedes unterwegs ist?

Unterwegs gibt es einige Rastplätze, wo Verpflegung aus dem Rucksack das Motto ist. Und gratis dazu gibt es unter anderem am Panorama-Weg einen traumhaften Ausblick in die umliegenden Gebirge. Aber auch die Einkehr im Burghotel auf der Landeskrone ist möglich oder im Jauernicker Berggasthof.

Warum ist gerade der Bahnhof in Hagenwerder Ausgangspunkt für die Wanderungen?

Weil dieser Punkt sehr gut anzusteuern ist. Entweder mit dem Auto, dem Fahrrad, dem E-Bus oder dem Connex-Zug. Günstiger geht es eigentlich nicht.

Es fragte Carola Gerlach.