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Wo Wohnen wenig kostet

Auf einer Liste der teuersten Uni-Städte kommt Dresden auf Platz 47. Doch das könnte sich demnächst ändern.

Von Rafael Barth

In Dresdens Wohnheimen ist zurzeit kein einziger Platz frei. Erst im neuen Jahr kann das Studentenwerk wieder 25 Zimmer vergeben, sagt Sprecherin Heike Müller. Studenten bewerben sich dafür mit einem Online-Formular. Zusätzlich gibt es Wartelisten mit den Namen von etwa 300 Nachwuchs-Akademikern, die nur ein bestimmtes Zimmer akzeptieren oder ihren Wohnheimplatz gegen einen anderen tauschen wollen. Insgesamt bietet das Studentenwerk in Dresden gut 5 900 Plätze an. Das kleinste Zimmer bietet etwa elf Quadratmeter Platz, das größte 25. Das günstigste ist für 150 Euro zu haben, das teuerste kostet 265 Euro. Letztgenannte Summe wird in Dresden im Durchschnitt für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft fällig.

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Bei der Online-Börse WG-gesucht.de steht die Stadt auf Platz 10 der beliebtesten Orte. Im vorigen Monat wurden dort knapp 1 000 Angebote annonciert, die Webseite rund 66 000-mal angesteuert. Wie viele WG-Zimmer aktuell frei sind, kann Sprecherin Annegret Mülbaier nicht sagen. Zu schnell werden Anzeigen freigeschaltet und wieder gelöscht.

Die Berliner Immobilienfirma GBI AG bewertet den Dresdner Wohnungsmarkt für Studenten als „nicht akut problematisch“. Das Unternehmen hat die Situation der 81 deutschen Hochschulstädte untersucht: München, Hamburg, Frankfurt, Köln und Heidelberg sind am teuersten, Dresden steht auf Platz 47. Das könnte sich aber ändern. Unterkünfte in Uni-Nähe sind schon jetzt rar. Die Stadt rechnet damit, dass die Einwohnerzahl in den nächsten zwölf Jahren um 30 000 Personen steigt. Außerdem zieht die TU mehr Nachwuchs nach Dresden, sagt Stefan Brauckmann von GBI: „Vor allem die Exzellenz-Universitäten verzeichnen eine hohe Nachfrage, insbesondere wenn dort auch medizinische Studiengänge angeboten werden.“