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Riesa

Verhaltener Wochenmarkt-Neustart 

Zum Auftakt nach der einwöchigen Corona-Pause fällt der Andrang in Riesa eher gering aus. Der Veranstalter zieht trotzdem ein positives Fazit.

Blick auf den Riesaer Wochenmarkt kurz vor dem Start am Mittwochmorgen. Rund 1.000 Besucher zählte der Marktmeister bis 13 Uhr - deutlich weniger als an guten Tagen.
Blick auf den Riesaer Wochenmarkt kurz vor dem Start am Mittwochmorgen. Rund 1.000 Besucher zählte der Marktmeister bis 13 Uhr - deutlich weniger als an guten Tagen. © privat/Gunter Spies

Riesa. Der Wochenmarkt in Riesa soll unter den bislang geltenden Sicherheitsauflagen auch bis Ostern weiterlaufen. Das hat Magnet-Geschäftsführer Reiner Striegler am Mittwochabend mitgeteilt. Zuvor war der Markttag am Mittwoch von Vertretern des Veranstalters und der Stadtverwaltung gemeinsam ausgewertet worden. 

Um die Infektionsgefahr mit dem neuartigen Coronavirus gering zu halten, waren auf dem Markt lediglich bis zu 60 Personen gleichzeitig zugelassen, Aufsteller wiesen darauf und auf andere Verhaltensregeln hin. Insgesamt hätten sich die Besucher an die Regeln gehalten, erklärte Striegler. Marktmeister Gunter Spies berichtet von einigen wenigen Personen, die die Absperrungen ignorierten. "Die wurden dann von Mitarbeitern des Ordnungsamts angesprochen." Das bestätigt auch Stadtsprecher Uwe Päsler: "Natürlich tat sich der eine oder andere ein wenig schwer, die Absperrung zu akzeptieren, manchem war der kleine Umweg schon zu viel. Das Ordnungsamt war mit mehreren  Vollzugsbediensteten vor Ort, die den Leuten den Weg zum Eingang gewiesen oder auf die Akzeptanz der Absperrungen hingewirkt haben."

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Keine Ordnungsgelder, aber eine Verwarnung

Nur in wenigen Einzelfällen hätten die Marktbesucher mit Unverständnis reagiert. "Da mussten die Bediensteten auch mal energische Hinweise aussprechen. In einem einzigen Fall verließ ein Herr nach der Androhung, dass wir im Falle eines weiteren Fehlverhaltens die Polizei hinzuziehen würden, den Rathausplatz ohne Zugang und folglich auch ohne Einkauf. " Ordnungsgelder oder ähnliches wurden aber nicht verhängt. "Wir hoffen, dass sich alles noch besser einspielen wird, werden in Nuancen bei Absperrung und Beschilderung nachbessern", kündigt Päsler an. "Aber im Großen und Ganzen steht weiteren Märkten nichts entgegen, wenn alle weiterhin die Auflagen befolgen."

Die Marktfläche war abgesperrt, Aufsteller wiesen auf den Eingang und die geltenden Verhaltensregeln hin. 
Die Marktfläche war abgesperrt, Aufsteller wiesen auf den Eingang und die geltenden Verhaltensregeln hin.  © privat/Gunter Spies

Rund 1.000 Besucher

Lange warten mussten die Marktbesucher laut Reiner Striegler nicht. Mit rund 1.000 Besuchern war der Rathausplatz eher gering besucht. "An guten Markttagen zählen wir eher 2.000 bis 4.000 Besucher." Das verhaltene Interesse auf der Besucherseite könne durchaus auch mit dem Frost am frühen Morgen zusammenhängen. "Vielleicht ist es aber auch die Gesamtsituation", so Striegler. 

Der Marktmeister rechnet damit, dass die Zahlen mit den nächsten Markttagen eher besser werden. Mancher Händler habe möglicherweise nicht schnell genug auf die so plötzlich wieder offenen Märkte reagieren können. Erst am Dienstagnachmittag hatten die Verantwortlichen nach Absprache mit den Sicherheitsbehörden grünes Licht für den Wochenmarkt gegeben. "Dazu kommt noch, dass beispielsweise Suppen-Muppe aus Großenhain diesen Mittwoch nicht auf dem Markt war." Der allein ziehe sehr viel Kundschaft. Allerdings gelten für den Ausschank von Speisen derzeit noch strengere Regeln. "Es ist noch nicht ganz klar, ob er es bis zum nächsten Mal schafft, diese Vorgaben zu erfüllen", erklärt Magnet-Chef Reiner Striegler.  

Das Interesse der Händler, am Markt teilzunehmen, ist jedenfalls groß. "Als am Montag die Meldung kam, dass die Wochenmärkte in Sachsen wieder erlaubt sein sollen, dauerte es keine zehn Minuten, bis die Ersten anriefen und fragten, wie es für Riesa aussieht." Denjenigen, die den Markt besuchten, gehe es nicht anders, sagt Marktmeister Gunter Spies: "Die Leute wollen raus, das merkt man!"

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Nachtrag in eigener Sache: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es aufgrund eines Missverständnisses fälschlicherweise, dass Suppen-Muppe immer freitags auf dem Wochenmarkt in Riesa gastiert. Der Händler ist aber immer mittwochs vor Ort - außer am ersten Tag nach der Corona-Pause. "Wenn wir Grünes Licht bekommen, dann sind wir am nächsten Mittwoch wieder dabei", erklärt ein Mitarbeiter auf Nachfrage. 
Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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