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Wohin mit den Liefer-Lkw?

Kann ein gemeinsamer Stellplatz mehrerer Radeberger Firmen das Problem in der Südvorstadt lösen helfen?

© Thorsten Eckert

Von Jens Fritzsche

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Radeberg. Natürlich sind die Diskussionen um das Liefer-Lkw-Dilemma vorm Werkstor des Karosseriewerks (KWD) an der Heinrich-Gläser-Straße auch Thema bei den Mitarbeitern des Unternehmens. Die Laster, die Teile anliefern, dürfen ja bekanntlich außerhalb der Betriebszeiten nicht aufs KWD-Werksgelände – deshalb standen sie in der Vergangenheit regelmäßig auf den Fußwegen. Was nicht nur schlecht für den Zustand der Wege war, sondern auch immer wieder Ärger bei Anwohnern auslöste, die sich durch Müll und mitunter auch ihre Notdurft verrichtende Lkw-Fahrer gestört fühlten. Als nun die Stadt die vollkommen demolierten Fußwege entlang der Gläserstraße für viel Geld hatte auf Vordermann bringen lassen und die Lkw aber auch die neuen Wege wieder als Parkplatz nutzten, schlugen die Dikussionswellen heftig und hoch. Die Stadt verhängte ein Halteverbot; was allerdings das grundsätzliche Problem nicht zu lösen hilft. Denn die Liefer-Laster können eben ihre Ankunft in Radeberg nicht immer stundengenau takten. Wohin also sollen sie? Aufs Werksgelände dürfen sie in erster Linie aus Versicherungsgründen nicht, hieß es von der KWD-Geschäftsführung, hatte die Stadtverwaltung auf entsprechende Anfragen hin im Stadtrat erklärt. Der dann diskutierte Vorschlag, einen Bereich des Werksgeländes quasi auszugliedern, um dort Lkw parken zu lassen, könne wegen der engen Lärmschutz-Vorgaben nicht umgesetzt werden, hatte Radebergs OB Gerhard Lemm (SPD) bei einem Gespräch mit der Geschäftsleitung erfahren. Also könnte ja eine Möglichkeit zum Beispiel auf dem gegenüberliegenden Ex-Robotron-Areal gefunden werden, schlug die Stadt vor. Darüber müssten sich allerdings die Verantwortlichen von KWD und die Besitzer des Geländes einigen, so der OB jüngst im Stadtrat.

KWD-Betriebsrat Ingolf Kroitzsch könnte sich dabei auch eine gemeinsame Lösung von Radeberger Unternehmen vorstellen, sagt er. „Wir sind ja nicht die einzige Firma, die das Problem hat.“ Ein bereits am Ortseingang ausgeschilderter Standort für vier bis fünf Lkw wäre durchaus sinnvoll, findet er.

Die Diskussion geht also mit Sicherheit noch weiter.